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Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Hände weg vom Fußball! 50 Plus 1 bleibt

#50plus1bleibt

Nun ist es auch hier endgültig soweit. Der letzte klägliche Rest unserer deutschen Fußballkultur soll nun auch noch an Geschäftemacher verramscht werden. Für viele Fans und Ultras ist hierzulande längst jede Deadline bereits überschritten. 

Doch unbeliebte Reagenzglas-Vereine wie RB Leipzig, Hoffenheim oder Wolfsburg stehen natürlich voll hinter der Abschaffung der 50+1 Regelung. Bei den deutschen Fans stehen sie nur gering in der Wertschätzung. Doch das interessiert die Verantwortlichen in den Chefetagen längst nicht mehr. Da geht es lediglich um Gewinnmaximierung sowie Top Gehälter für Manager und Spieler. Wird nun die letzte Schlacht um den Ausverkauf unseres geliebten Sports in Deutschland an ominöse Investoren und arabische Scheichs geschlagen?

Wir, Fanclubs, Fangruppen und Verbände aus ganz Deutschland, beziehen dazu klar Stellung:
Der Fußball bringt jede Woche hunderttausende unterschiedliche Menschen zusammen. Er gehört keinen Einzelpersonen, Unternehmen oder Investoren. Er gehört uns allen und darf nicht noch mehr zum Spielball einiger Weniger werden.

Der Wegfall oder eine zur Diskussion stehende weitere Lockerung der 50+1-Regel würde den Fußball grundlegend verändern. Der Wettbewerbsdruck würde sich für alle Clubs unweigerlich erhöhen. Die Finanzkraft mancher Eigentümer wäre plötzlich wichtiger als die solide und erfolgreiche Arbeit Anderer.

Am Ende geht es um noch mehr Geld, das an die immergleichen Profiteure durchgereicht wird. Für uns Fans wird der Fußball dadurch nicht besser und seine gesellschaftliche Verantwortung dadurch nicht gestärkt. Im Gegenteil.

Viel wird über die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga diskutiert. Doch möchten wir uns wirklich an wahnsinnigen Summen in Paris und einem verrückt gewordenen Markt in England orientieren?

Anstatt eine Grundsatzdebatte darüber zu starten, dass sich der Profifußball in vielen Aspekten immer mehr von der Lebensrealität der normalen Leute entfernt, wird die 50+1-Regel grundsätzlich in Frage gestellt.

Doch wir lassen uns 50+1 nicht nehmen.
50+1 bleibt!

4 Kommentare

  1. Unbeliebte Vereine wie Wirtschaftunternehmen, Aktienvereine haben die Saat gelegt – die Saat des Bösen, der eigenen Vermarktung. Somit gilt: WEG mit 50+1 und lasst die Vereine selbst entscheiden.

  2. HanjoHasse

    22. März 2018 at 14:19

    Falsch. Keine Ausnahmen oder Kompromisse bei 50+1 und die unbeliebten Vereine verschwinden. So einfach geht´s…

  3. Das ist Unsinn. 50 PLUS 1 sagt nichts über die Höhe der Kapitaleinlagen von
    Drittgesellschaftern oder Aktionären aus. Die Regel gibt vor, dass der e.V.
    in der jeweiligen Kapitalgesellschaft die Stimmenmerheit hält und nicht 51 %
    der Kapitaleinlage.
    Das e.V. – Recht ist nicht auf die Kapitalgesellchaften anwendbar. Das beginnt bei der
    Publizitätzpflicht und den Pflichten gegenüber den Gesellschaftern und Aktionären ubd endet bei der Steuerpflichtigkeit.

  4. Stimmenmehrheit, Kapitalgesellschaften

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