Ostfussball.com

Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Kategorie: Polizeieinsätze

Fanszene Chemnitz: „Völlig überzogenen Einsatz der Polizei“

3.Liga Spiel zwischen Unterhaching gegen den Chemnitzer FC mit Polizeigewalt

Wir dokumentieren an dieser Stelle die Stellungnahme der Fanszene Chemnitz e.V.:

Die Aufgabe der Polizei bei Fussballspielen besteht darin, ohne Gewaltanwendung deeskalierend zu handeln. Der gestrige Einsatz im Münchner Vorort hat dem in keinster Weise entsprochen.Bereits bei der Ankunft wurden die Anhänger, welche per Zug anreisten, einer in dem Maße völlig überzogenen Personenkontrolle unterworfen. Schon hier spürte man ein hohes Maß an Grundaggressivität seitens der Beamten. Im Stadion wurden Fanclub-Fahnen ohne triftigen Grund aus den Händen der Anhänger gerissen, was einen Tumult zur Folge hatte.Daraus resultierten willkürliche körperliche Angriffe der Polizei, welche sich in Schlagstockeinsätzen, Fußtritten in Gesichtshöhe (!) sowie dem völlig überzogenen Einsatz von Pfefferspray aus nächster Nähe äußerten. Hierbei wurden auch Kinder und Frauen ohne Rücksicht bedroht und teilweise verletzt.

Eine sachliche Klärung war zu keiner Zeit gegeben und wurde von Seiten der Beamten nur mit höhnischem Gelächter und weiteren Provokationen abgetan. Der „Fanszene Chemnitz e.V.“ fordert eine entsprechende, ordnungsgemäße und selbstreflektierende interne Aufarbeitung seitens der bayrischen Beamten und behält sich bei etwaigen Sanktionen gegen einzelne Fans weitere Schritte vor. Selbst der im Gästeblock eingesetzte Ordnungsdienst der Spielvereinigung Unterhaching zeigte sich entsetzt über das aggressive Verhalten der eingesetzten Polizeibeamten und erkannte, dass die Provokationen nur einer weiteren Eskalation dienen sollten. Über den Ordnungsdienst selbst können wir im Übrigen nur gute Worte verlieren – am freundlichen und entspannten Auftreten der in Unterhaching eingesetzten Ordner, die bei Temperaturen von über 30 Grad sogar Gästefans mit Wasser versorgten, könnten sich einige Ordnungsdienste in Deutschland ein Beispiel nehmen.

Sollten uns Anhänger Beweismaterial und/oder Erfahrungsberichte in Bezug auf das strafrechtliche Verhalten der Polizei mitteilen wollen, so kann dieses gern an info@fanszene-chemnitz.de gesendet werden. Wir werden uns gemeinsam mit dem „Fanprojekt Chemnitz“ und der Fanbeauftragten um eine korrekte Aufarbeitung der Geschehnisse bemühen.
hier gefunden: [stadionfans.de]

RB Leipzig: Bullen vs. Bullen – Video

Bitter-böses Timo Werner Video aufgetaucht

Gedreht wurde der Clip von hessischen Polizisten. Dabei singen zwei junge „Bullen“ (Polizisten) den mittlerweile „bundesweit-beliebten“ Stadion-Fangesang aus den deutschen Kurven: „Timo Werner ist ein Hurensohn“ gegen den RB (Bullen) Spieler.

Laut Bild: Sachsen Innenminister Markus Ulbig und Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz sind empört!
„Ich habe mir das Video angeschaut und bin beschämt. Diese Gesänge von Polizeibeamten in Uniform erfüllen meines Erachtens den Tatbestand der Beleidigung. So etwas wird und darf nicht toleriert werden.“

Mittlerweile ist das Video auch auf dem Video-Portal YouTube eine absoluter Hit mit rund 100.000 Aufrufen.  Übrigens: Timo Werner war nach der Schwalbe in der vergangenen Spielzeit beim Spiel gegen Schalke 04 massiv in Ungnade bei den deutschen Fußballfans gefallen. Aber auch sonst ist sein Arbeitgeber alles andere als beliebt.

Polizeigewalt gegen Aue Fan – Medienspiegel

Video von Polizeigewalt gegen einen Auer Fan in Nürnberg sorgt weiter für Wirbel

Unfassbare Szenen beim Spiel zwischen dem FC Nürnberg gegen den FC Erzgebirge Aue in der 2. Bundesliga – wir fassen an dieser Stelle zusammen –

Video: Polizeieinsatz gegen Fans aus Aue:

(…) Nach Spiel des FC Erzgebirge Aue am Sonnabend in Nürnberg ermittelt die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gegen einen Polizeibeamten und gegen einen Fan aus Aue. Die Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Elke Schönwald, sagte MDR SACHSEN, beim Polizisten bestehe der Verdacht auf Körperverletzung im Amt, dem Fan aus Aue würden Nötigung, Widerstand gegen Polizisten und Körperverletzung vorgeworfen. Hintergrund ist ein Video von einem Polizeinsatz in Nürnberg gegen einen Aue-Fan, das im Internet aufgetaucht war (…) [stadionfans.de]

***

(…) Plötzlich griff er einen Beamten an und schlug ihm mit beiden Fäusten mehrfach ins Gesicht. Es entstand eine Rangelei, bei der letztlich mehrere Beamte gebunden waren. Der Beschuldigte konnte nur durch Einsatz unmittelbaren Zwanges zu Boden gebracht werden. Während dieser Amtshandlung wurden die eingesetzten Beamten von gut einem Dutzend Gästefans angegriffen. Es gelang nur unter erheblichem Einsatz unmittelbaren Zwanges in Form von Drücken und Schieben, die Angreifer abzuwehren. Dabei konnte sich der 30-Jährige wieder befreien und zunächst flüchten. Im Rahmen der Verfolgung gelang es erneut, den Flüchtenden zu stellen und von weiteren Kräften der Bereitschaftspolizei festnehmen zu lassen. Auch in dieser Situation verhielt sich der Beschuldigte sehr aggressiv und musste erneut durch Anwendung unmittelbaren Zwanges zu Boden gebracht werden. Diesmal wurden die Einsatzkräfte von mehreren Dutzend Gästefans angegriffen. Letztlich setzten die Beamten zur Abwehr des Angriffs Pfefferspray, Einsatzstock und unmittelbaren Zwang in Form von körperlicher Gewalt ein (…) [polizei.bayern.de]

***

***

(…) Die Fanbetreuung des FCE hat inzwischen dazu aufgerufen, Hinweise, Bilder und Videos zur Verfügung zu stellen. Wie „Freie Presse“ von Rechtsanwalt Alexander Lindner erfuhr, hatte er mit den Hauptbetroffenen Kontakt. „Beide wollen Strafanzeige stellen, vorerst gegen unbekannt. Vor allem, was man am Ende des Videos sieht, ist aus meiner Sicht strafrechtlich relevant, egal was sich vorher ereignet hat“, so Lindner. Der Getretene stamme aus Schneeberg und sei bei der Polizeiaktion derart verletzt worden, dass er mit Prellungen und einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus kam. Was genau passiert ist, müsse nun geklärt werden, sagte der Anwalt (…) [freiepresse.de]

Sächsischer Fußballverband und Polizei im Schlafmodus

Völlig Gaga – wegen fehlender Sicherheitskräfte Spiel auf Wochenende des Leipziger Derby verlegt

Und wenn du denkst, es geht nicht mehr – kommt ein noch was Dümmeres aus Sachsen her. So in etwa könnte man den neuerlichen „Schachzug“ des Sächsischen Fußballverband (SFV) in Zusammenarbeit mit der sächsischen Polizei bewerten. Was sich momentan wie ein roter Faden an Inkompetenz von sächsischer Regierung über Landesdirektion bis hinunter zur Polizei zieht, nun auch beim SFV, ist mit verständlichen Worten kaum noch zu beschreiben. Wir versuchen es trotzdem:

1.Meldung: Wegen gewalttätigen Gegendemonstranten bei Pegida in Dresden wird RB Leipzig II  – BFC Dynamo abgesagt:

(…) Die für Sonntag angesetzte Regionalliga-Partie zwischen der zweiten Mannschaft von RB Leipzig und dem BFC Dynamo in Markranstädt ist abgesagt worden. Das teilte der Nordostdeutsche Fußballverband am Dienstag mit. Grund sei die Sicherheitslage in Sachsen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat in Absprache mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und der Polizei den 11., 12. oder 13. November vorgeschlagen. Beide Vereine müssen sich jetzt auf einen neuen Spieltermin einigen (…)

2. Meldung – Verlegung auf das Wochenende mit höchstem Risikofaktor ( Chemie – Lok ist wohl das gefährlichste Derby in ganz Deutschland!) 

(…) Die Polizei bereitet sich bereits auf ein Spiel mit extrem hohem Sicherheitsrisiko vor. „Klar ist, dass wir einen Großeinsatz mit mehreren Hundertschaften fahren und den Fokus auf das gesamte Stadtgebiet erweitern müssen“, sagt ein Sprecher der Leipziger Polizei und ergänzt: „Aber wir müssen schauen, wie viele Kräfte wir an dem Wochenende überhaupt zur Verfügung haben.“ Denn gespielt wird am 12. oder 13. November. Ein Wochenende, an dem der ob seiner rechten Hooliganszene berüchtigte und mit Lok in Freundschaft verbundene BFC Dynamo in der Regionalliga Nordost bei der U23 von RB Leipzig antritt. Etwa 1500 Berliner werden zu der Partie erwartet. „Das sind für uns dann zwei absolute Highlights, die einen extrem hohen Personalaufwand abfordern“, heißt es bei der Polizei (…)

Letzte Meldung? Polizei: „Wir schaffen das!“

(…) Das ursprünglich für den gestrigen Sonntag geplante Duell in der Regionalliga Nordost zwischen RB Leipzig II und BFC Dynamo wurde neu terminiert. Die Partie geht am Samstag, 12. November, ab 14 Uhr über die Bühne (…)

G.W. Bailey, David Graf, Lance Kinsey

Unser Tipp: Warum verlegt man die Partie nicht eigentlich noch einen Tag eher auf den 11.11. – 11.11 Uhr? Da könnten sogar die ganzen Jecken im Leipziger Rathaus noch etwas mitfeiern. Helau!

GSG9-Einsatz voller Erfolg – Polenböller

Gefährlicher Terroreinsatz der GSG 9 in Freital bringt es an den Tag

So wurden gestern fünf (5!!!) vermeintliche Terroristen mit so genannten Polenböllern aus Tschechien zu Hause erwischt. Ein echter Fahndungserfolg für die zweihundertmannstarke (200!!!), schwerbewaffnete  Spezialeinheit  der Bundespolizei.  Das Land Sachsen samt seinen Behörden kann nun endlich wieder ruhig (weiter) schlafen…

(…) Bei den Durchsuchungen in Freital fanden Beamte eine dreistellige Anzahl von Feuerwerkskörpern aus Tschechien. Diese sogenannten „Polenböller“ der Typen „La Bomba“, „Viper“ und „Dumbum“ hatte auch die mutmaßliche Neonazi-Terrortruppe „Oldschool Society“ (OSS) für Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte verwenden wollen (…)

Gsg9

Wird die GSG 9 nun auch regelmäßig an den Spieltagen der 1.-3. Bundesliga, der Regional,- und Oberligen, am 1. Mai in Berlin oder gar schon zum kommenden Silvester in Köln oder anderswo gegen terroristische Pyro oder, – Fußballfanatiker sowie Ultras bzw. Hooligans zum Einsatz kommen?

Denn kaum einer dieser kriminellen Terroristen kauft noch die guten alten China Böller und hält sich an die vorgeschriebenen Zeiten von 15.00 Uhr an jedem 31. Dezember bis 6.00 Uhr am 1. Januar. Wie man sieht – vielerorts besteht dringender Handlungsbedarf liebe GSG 9. Also weiter gehts zum nächsten gefährlichen Einsatz…

Datenschutz ein Fremdwort: Sächsische Hooligandatei

Sächsische Polizei sammelt Daten ohne rechtliche Grundlage

Man hat als stiller Beobachter leider immer mehr den Eindruck, dass in diesem Land jeder macht was er will. Gesetze werden hierzulande ignoriert bzw. bewusst durch staatliche Behörden gebrochen. Nun ist erneut eine Datei in Sachsen aufgetaucht, die es eigentlich gar nicht so geben dürfte.

VW Polizeiwagen

Die sächsische Polizei hat derzeit 594 Hooligans registriert. Das geht aus einer am Mittwoch bekannt gewordenen Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Valentin Lippmann (Grüne) hervor. Demnach sind in der Polizeidirektion Dresden 328 entsprechende Datensätze erfasst, in Zwickau 164 und in Leipzig 102. Lippmann wollte wissen, warum man neben der vom Bundeskriminalamt (BKA) geführten bundesweiten Datei «Gewalttäter Sport» noch eine weitere sächsische braucht.

Mit dieser Tatsache ist nun ebenfalls davon auszugehen, dass es auch noch andere „wilde Datensätze“, wie zum Beispiel zu politisch motivierten Aktivitäten geben könnte. Weitere Anfragen diesbezüglich wurden nun gestellt.

Gewalttäter Sport Datei:

Am 22. Mai 2008 stellte das Verwaltungsgericht Hannover fest, dass es für eine Eintragung in die Datei „Gewalttäter Sport“ an einer Rechtsgrundlage fehle. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht bestätigte das Urteil dem Grund nach. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe beurteilte in drei Verfahren im April 2010 die Datei ebenfalls als rechtswidrig. Im Juni 2010 wurden die Urteile in der Revision durch das Bundesverwaltungsgericht jedoch verworfen, da das Bundesinnenministerium die entsprechende Verordnung zum Zeitpunkt der Entscheidung nachgereicht hatte.

Doch es wird noch besser mit dieser neuen Hooligan-Statistik –

(…) Zumal in der sächsischen Datei offensichtlich mehr Personen aus Sachsen gespeichert werden als in der bundesweiten. Während 2015 in der BKA-Datei ’Gewalttäter Sport’ 480 Personen gespeichert wurden, sind es in der sächsischen Datei immerhin über 100 Personen mehr” (…)

und weiter mit vielen Rätseln …

(…) Bei einer bezüglichen Aufschlüsselung durch die Freie Pressehinsichtlich sächsischer Vereine “entfallen die mit Abstand meisten Fälle auf den Drittligisten Dynamo Dresden (328). Auf Platz zwei rangiert Viertligist FSV Zwickau (154), gefolgt von den Leipziger Vereinen Lok (72) und Chemie (19). Dem Umfeld des Drittligisten Erzgebirge Aue wird kein einziger Datensatz zugeordnet, RB Leipzig genauso wie dem VfB Auerbach nur jeweils einer, dem Chemnitzer FC vier und dem VFC Plauen immerhin neun“ (…) [meyview.com]

Unioner Fanmarsch eskaliert durch Polizeieinsatz

80 Verletzte durch einen Polizeieinsatz bei freundschaftlichem Benefizspiel in Berlin

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, mit 300 Polizisten bei einem friedlichem Fanmarsch zu Gunsten von Austria Salzburg massiv wegen Abrennen von Pyrotechnik vorzugehen und dabei 80 Verletzte in Kauf zu nehmen? Die Polizei findet solch ein Vorgehen auch noch „verhältnismässig“ – ein Skandal!

Der 1.FC Union hat unterdessen den Darstellungen der Polizei widersprochen und den Einsatz der Beamten als „unangemessen“ verurteilt. Aus Sicht des Fußball-Zweitligisten habe der „unerklärlich intensive Polizeieinsatz“ die Lage eskalieren lassen, teilten die Köpenicker am Sonntag mit. Polizisten hätten „umgehend mit körperlicher Gewalt“ reagiert und Reizgas eingesetzt, als ein Fan das Gleichgewicht verloren und einen Beamten zu Fall gebracht habe. Ein aggressives Fan-Verhalten habe der Verein nicht festgestellt.

Und während die allgemeine Mainstream-Presse weiter über böse Hooligans, schwere Randale und gefährlichen Ultra-Krawallen spricht, relativiert der Verein aus Köpenick solch einen medialen Dünnschiss mit einer Stellungnahme auf seiner Homepage:

(…) Wie dem Verein vorliegende Videobilder zeigen, trafen die Fans begleitet von Polizisten friedlich am Stadion an der Alten Försterei ein. Wenige Meter nach dem Passieren der Zufahrt zum Parkplatz vor der Haupttribüne des Stadions versuchte eine Polizeikette bereits auf dem Vereinsgelände den Zug ohne ersichtlichen Grund zu stoppen. Ein aggressives Verhalten der Fans war nicht zu beobachten, im Gegenteil, zahlreiche Fans versuchten, der plötzlichen Sperrung auszuweichen oder davor zu stoppen. Mehrere Fanbetreuer des Vereins versuchten, zwischen Polizei und nachströmenden Fans zu vermitteln. Als ein Fan das Gleichgewicht verlor und beim Sturz in die Polizeikette einen der Beamten zu Fall brachte, reagierten die anderen Polizisten umgehend mit körperlicher Gewalt und setzen Reizgas ein, wodurch die bis dahin ruhige Lage zur Eskalation gebracht wurde (…)[fc-union-berlin.de]

Zur aktuellen Diskussion im Forum unserer Partnerwebseite stadionfans.de

Zwenkau – Chemie: Leipziger Prügel-Polizei vor Gericht

Zwei Polizisten stehen nun wegem brutalen Vorgehen gegen Leipziger Chemie Fans vor Gericht

Grund – sie sollen besonders unverhältnismässig gegen einen „Chemiker“ beim Meisterschaftsspiel vor rund zweieinhalb Jahren in Zwenkau vorgegangen sein. Erst nach massivem Druck in der Öffentlichkeit sowie zahlreichen Videos, auch bei Spiegel TV, wurde die Staatsanwaltschaft endlich aktiv.

Großer öffentlicher Druck in Form von zahlreichen Dienstaufsichtsbeschwerden und Anzeigen, gepaart mit scharfer Kritik von Vereinsseite und Fanprojekt, sowie einige parlamentarische Anfragen im sächsischen Landtag konnten schließlich dafür sorgen, dass das Verfahren gegen die Beamten durch die Staatsanwaltschaft Leipzig eröffnet wurde. Nachdem lange nicht abzusehen war, ob überhaupt etwas passieren würde, soll die Verhandlung gegen zwei der eingesetzten Beamten der Beweis- und Festnahmeeinheit (BFE) Leipzig am 4. Februar 2016 endlich beginnen. Die Beamten, welche damals brutal gegen einen Chemiefan vorgegangen sind, der den Einsatz der so genannten Spezialkräfte auf Video festhalten wollte, müssen sich nun wegen Körperverletzung im Amt verantworten. (facebook.com)

Was war damals passiert – ein Augenzeuge aus Zwenkau erinnert sich:

„Das Meisterschaftsspiel in Zwenkau hatte damals bis zum Eintreffen der Polizei einen sehr friedlichen Charakter. Es gab keinerlei bedenkliche Situationen trotz der etwa 800 mitgereisten Leipziger in unserem Eichholz-Stadion. Dies änderte sich jedoch mit dem Eintreffen einer ganzen Hundertschaft des BFE! Einige Zwenkauer Fans schickten zu diesem Zeitpunkt bereits ihre Einlaufkinder mit den Muttis vorsorglich nach Hause. Es war klar, dass es mit so einem provokativem Auftreten seitens der Polizei über kurz oder lang eskalieren musste.

Und mit dem Schlußpfiff war es dann so weit – es kam zu Tumulten, wobei mindestens eine Person aus der Fanszene von Chemie Leipzig hinter dem Tor bewusstlos liegen blieb. Anschliessend gab es wildeJagdszenen auf flüchtende Anhänger, wobei filmende Zuschauer der Szenerie massiv durch den Staatsschutz bedrängt bzw. festgesetzt wurden. Das ganze erinnerte an Polizeiaktionen zur Diktatur in der DDR. Schlimm so etwas im sonst immer friedlichen Zwenkauer Eichholz zu erleben. Auch der Vorstand des VfB Zwenkau 02 e.V. hatte sich direkt nach dem Spiel von der brutalen Vorgehensweise der Polizei distanziert. „

Hallescher FC: Frust und Ärger zur „Geburtstagsparty“

HFC-Fans sind sauer auf Präsident Schädlich

Denn Halle verliert nicht nur das Derby gegen den Erzrivalen aus Magdeburg zum 50. Geburtstag, nein der Präsident hatte auch noch zugelassen, dass es im heimischen Stadion zum Heimspiel für den FCM wurde. Tausende Tickets gingen nämlich im Vorverkauf unkontrolliert von der Saale an die Elbe.

Video HFC vs. FCM 1:2

(Video gefunden bei stadionfans.de)

Medien Spiegel:

(…) Während es in Stendal und Aschersleben zu Auseinandersetzungen zwischen Fans gekommen ist, gab es auch in Halle vereinzelt Probleme. Anhänger des 1. FC Magdeburg hatten in Stendal Streit gesucht. Wie die Polizei mitteilt, hätten Augenzeugen berichtet, wie mehrere Vermummte versucht haben, auf eine Gruppe Fans einzuschlagen, die ebenfalls auf dem Weg zum Spiel nach Halle waren. In Aschersleben ist es zu einem Gerangel in einer Kneipe gekommen. Dort sollen FCM-Fans Anhängern des Halleschen FC die Fan-Schals gestohlen haben.

In Halle musste die Polizei hingegen mehrfach das Aufeinandertreffen rivalisierender Fans verhindern und einige Straftaten aufnehmen. Am Rannischen Platz wurde ein Magdeburger Fan von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt. Das Opfer musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Auch im Stadion selbst wurde ein Mitarbeiter der dortigen Security angegriffen und verletzt. Der Mann wurde vor Ort ärztlich versorgt. Alles in Allem mussten laut Polizei mehrere Ermittlungen wegen Körperverletzung, Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, das Betäubungsmittelgesetz, Waffengesetz, Landesfriedensbruch und Sachbeschädigung eingeleitet werden (…)

Derby Hallescher FC gegen 1. FC Magdeburg: Magdeburger Fan wird angegriffen und schwer verletzt | Halle/Saalekreis – Mitteldeutsche Zeitung – Lesen Sie mehr auf:
http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/derby-hallescher-fc-gegen-1–fc-magdeburg-magdeburger-fan-wird-angegriffen-und-schwer-verletzt,20640778,33591096.html#plx1348801039

+++

[…] Hundert Fans prügelten sich am Hauptbahnhof, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) berichtet. Gegen 9:50 Uhr waren demnach am Bahnhof ca. 70 vermummte Gästefans auf etwa 30 Hallenser Anhänger gestoßen. Die Fans gingen aufeinander los. Ein Fahrgast in einem Zug filmte die Prügelei, die Macher der Facebookseite „Ultras & Hooligans Deutschland“ stellten das Video online.

Die radikalen Fans schlugen heftig zu, ein am Boden liegender Mann wurde mehrfach geschlagen. Bei den Auseinandersetzungen sei es zu mehreren Körperverletzungen gekommen, ein Beamter musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er wurde an Nase und an der rechten Hand verletzt.

Die Anhänger reisten nach den Ausschreitungen weiter nach Halle, wo die Bundespolizei die Identitäten mehrerer Personen feststellte […]

mopo24.de, 25. Januar 2016, 08:40

Während nun der Hallesche FC weiterhin im Mittelfeld der 3.Liga herum dümpelt, kann der FC Magdeburg nach dieser wichtigen Partie weiterhin vom Aufstieg in die 2.Bundesliga träumen…

Nun auch noch BFE Plus

Deutschland ist jetzt noch sicherererer!

Denn nachdem viele Fußballfans bereits ihre ersten Erfahrungen mit dem BFE bei diversen Stadioneinsätzen gemacht haben, gibt es jetzt auch noch die zusätzliche BFE + Einheit gegen – nein nicht gegen Fußballfans,  aber fast die gleiche Menschengruppe, nämlich Terroristen.

Castor 2011 - Wendland 360

Das sagt übrigens Wikipedia über den BFE:

Mitglieder von Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten stehen seit 1998 wiederholt wegen gewalttätigen Verhaltens gegenüber Demonstrationsteilnehmern, Fußballfans und Mobbing in den eigenen Reihen in der Kritik. Da sie in der Regel nicht mit Kennzeichnung auftreten, müssen mögliche Ermittlungen und Verfahren meist eingestellt werden, da die Identität der Beamten nicht festgestellt werden kann.

Ab 1998 wurde gegen Mitglieder und den Leiter der hessischen Bereitschaftspolizei in Lich wegen Falschaussage und Strafvereitelung im Amt beziehungsweise Verdachts der Körperverletzung ermittelt.
2010 wurden von der Hamburger Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen einen BFE-Beamten eingeleitet, die eine Anklage wegen Körperverletzung im Amt nach sich zogen.
Nach Einsätzen der BFE der Bundespolizei und Bayerischen Unterstützungskommandos gegen Stuttgart-21-Gegner und bei Castor-Transporten nach Gorleben wurden polizeiintern, unter anderem von einem Hundertschaftsführer, schwere Vorwürfe wegen unangemessener Gewaltanwendung gegenüber Demonstranten erhoben, die interne Untersuchungen nach sich zogen.
Im Zusammenhang mit den Stuttgart-21-Protesten gingen mehrere hundert Anzeigen gegen Polizisten bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ein. In mindestens einem Fall, bei dem ein Beamter einer BFE unvermummt von mehreren Kameras gefilmt wurde, wurden Ermittlungen wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet.
Bei den Protesten zu Stuttgart 21 wurden Videobeweise öffentlich gemacht, die darstellen sollen, dass BFE-Beamte in Zivil als mögliche Agent Provocateurs eingesetzt wurden, die Protestteilnehmer mit körperlicher Gewalt und Pfefferspray provozierten. Gegen einen Beamten wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet.
Im Zusammenhang mit den Stuttgart-21-Protesten gab es 2011 eine Anfrage und Kritik hinsichtlich des Einsatzes verdeckter Ermittler, die Mitglieder der BFE sein sollen. In der Stellungnahme des Innenministeriums von Baden-Württemberg wird deutlich, dass es einen Einsatz von verdeckten Ermittlern gegen die Protestbewegung nicht gab, jedoch gegen Einzelpersonen. Die Beantwortung der Anfrage wurde aus Gründen der Geheimhaltung und zum Schutz von verdeckten Ermittlern abgelehnt.
2011 provozierten laut Augenzeugen sächsische BFE-Beamte nach einem Fußballspiel eine Panik in einem Bahnhofstunnel. Die Augenzeugen berichteten von Faustschlägen, Tritten und dem Einsatz von Pfefferspray. Bei diesem Einsatz wurde auch die Fanbeauftragte, die im Auftrag des Chemnitzer Polizeipräsidenten und Chemnitzer-FC-Aufsichtsrats anwesend war, verletzt. Der Einsatz zog acht Anzeigen wegen Körperverletzung gegen die unbekannten BFE-Beamten nach sich. (wikipedia.de)

Randnotiz: Und morgen beginnt dann auch die Vorratsdatenspeicherung wieder einmal in Deutschland. Dann sind wir alle Terroristen. (ostfussball.com berichtete bereits)

 

© 2017 Ostfussball.com

Theme von Anders NorénHoch ↑