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Eine subjektive Sichtweise unserer Ostvereine sowie Ostclubs

Kategorie: Fanszene (Seite 1 von 3)

Addendum – Red Bull macht nun auch auf Asylkritik

Red Bull Politik Magazin

Während die aktiven Fußballanhänger in Leipzig teilweise politisch weit links stehen, macht der Chef von Red Bull Leipzig nun einen auf  Breitbart. Doch wie überall derzeit, ist auch die RB Fanszene diesbezüglich gespalten.

Und selbst im vermeintlich bunten Leipzig hat die AfD bis zu 28,4 % (Grünau, Lausen) bei der Bundestagswahl erreichen können. In Sachsen sind sie nun bei den Wählern sogar stärkste Kraft und wollen bereits in zwei Jahren den Ministerpräsident stellen. Da kommt das neue politische Magazin aus dem Hause Red Bull gerade recht. Hat der Red Bull Marketing Experte D. Mateschitz wieder mal den richtigen Riecher, auch aus dieser Situation Kapital zu schlagen? Eine Marktlücke ist es auf jeden Fall.

Vor der Bundestagswahl hatten diverse Gruppen der RB Fans aufgerufen, AfD-Plakate zu entfernen. Geholfen hatte es wohl nichts – ganz im Gegenteil. Doch die politisch aktiven Red Bull Jünger wollen unbedingt weitermachen. Wie lange kann das eigentlich noch funktionieren?

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Gerade mal 250 Fans von Red Bull werden ihren Verein in Istanbul unterstützen. Das ist zu einem der unsicheren politischen Situation in der Türkei, zum anderen den teuren Tickets (600 Euro inkl. Übernachtung) geschuldet. Aber auch die Angst vor türkischen Hooligans spielt dabei sicherlich eine große Rolle. Und da man in Leipzig quasi über keine gewachsene aktive Fanszene, sprich Ultras, verfügt – hat man in der Hauptstadt der Türkei auch überhaupt nichts entgegenzusetzen. Zum Vergleich – 20.000 Kölner Fans waren vergangene Woche in der Euro League in London dabei.

Mosques in Istanbul at dusk

Der Verkauf der Tickets läuft allerdings ungeachtet aller Vorbehalte in Leipzig immer noch weiter. Für das Auswärtsspiel verlangt RB Leipzig und dessen Partner Dertour rund 600 Euro inkl. einer Übernachtung im 3 Sterne Hotel. Ein ziemlich mieser Deal, was wohl eher in die Kategorie Wucher gehört, meinen da sogar eingefleischte RB-Anhänger. Übrigens der AS Monaco hat bereits alle Tickets für sein Champions League Spiel in Istanbul zurück gegeben. Die Sicherheit der Fans hat im Fürstentum oberstes Gebot. Gut so!

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Fanprojekt Halle: Stellungnahme der aktiven Fanszene

HFC-Fans kein Vertrauen mehr zur Stadt Halle

ErdgasSportpark1

Wir dokumentieren die Stellungnahme:

(…) Wir begrüßen die Entscheidung des DFB sehr, die Förderung unter städtischer Trägerschaft zu verwehren, und stattdessen einen freien Träger für den Wiederaufbau zu suchen. Das Vertrauen zwischen Stadt und HFC-Fans war und ist durch die Art und Weise der Absetzung des Fanprojektleiters und dem daraufhin seitens der Stadt verwehrten Dialog unwiederbringlich zerstört. Für eine gut funktionierende soziale Jugendfanarbeit ist jedoch das Vertrauen und der Dialog auf Augenhöhe der wichtigste Baustein. Leider hat man im Rathaus bis heute nicht verstanden, was Fanprojektarbeit bedeutet. Dies untermauerte die Aussage von Herrn Paulsen: „Es ist bedauerlich, dass der Boykott gerade von denjenigen Fans ausgeht, die nicht Zielgruppe des Projektes sind.“

Es bleibt die erschreckende Erkenntnis, wie der Oberbürgermeister als Einzelperson die gut funktionierende Fansozialarbeit von 10 Jahren per Handstreich zerstören konnte. Es zeigt aber auch, wie wichtig es ist, das Fanprojekt einem freien Träger zu übergeben, um politische Machtspiele in diesem Bereich zu vermeiden.

Wir hoffen, dass der DFB gemeinsam mit den anderen Fördermittelgebern und unter Einbindung der Fanszene einen freien Träger findet, um die ausgezeichnete Arbeit des Fanprojektes in Halle fortzuführen. Wir hoffen auch, dass die Mitarbeiter des alten Fanprojektes dem neuen Fanprojekt positiv gegenüber stehen und bedanken uns abermals für die jahrelange gute Zusammenarbeit.

HFC-FANKURVENRAT
HFC-Fanszene e.V.
Saalefront-Ultras (…) [fankurvenrat]

Ultras Dynamo: „Englische Verhältnisse“

In Deutschland herrscht „Krieg“

Auf der einen Seite stehen die Ultras – auf der anderen Seite der DFB. Und die Fronten sind extrem verhärtet. Mit der Football Army hatte die Dresdner Fanszene die Kriegserklärung des DFL Boss Seifert: „Ultras sind asozial“ oder „Totengräber des Fußballs“ angenommen und deutlich gemacht, dass man bereit ist zu kämpfen. Mittlerweile haben sich insgesamt 33 Fan-Gruppen aus Deutschland dem gemeinsamen Protest angeschlossen. Nun warnen die Ultras aus Dresden vor so genannten „englischen Verhältnissen“:

Football ultras

*Es geht nicht nur um Pyro in den Stadien!

(…) Immer wieder taucht dabei die Phrase „Englische Verhältnisse“ auf. Egal ob als Warnung oder als Drohung. Doch was genau ist damit eigentlich gemeint? Den Gegner auf einen Tee in die Stube einladen? Mitnichten, gemeint ist die Realität in englischen Stadien und darüber hinaus noch die Dominanz des Geldes in den englischen Fußballligen. In den oberen Ligen gleichen die Spiele einem Totentanz, nur bei Derbys kommt das Flair auf, was in den 60er und 70er Jahren viele Blicke auf sich zog und weltweit einzigartig war. Gerade Spieler von Dynamo die in den goldenen Zeiten unseres Klubs auf der Insel im Europapokal spielten, schwärmten und waren von der Stimmung in den englischen Stadien begeistert. Heute ist davon nichts mehr übrig. Stehplätze sucht man vergebens. Ticketpreise sind enorm hoch. Ein Heer an Ordnern und Stewards sorgt für Einhaltung der Regeln. Sitzen ist Pflicht, wer aufsteht wird hingewiesen sich zu setzen. Bei erneutem „Fehlverhalten“ wird man des Stadions verwiesen. Stadionverbote mit lebenslanger Dauer sind keine Seltenheit und jedes noch so kleinste Vergehen wird von Kameras erfasst und drakonisch bestraft. Jede Art von Kreativität und Opposition wird unterdrückt und gar nicht möglich gemacht. Man merkt also, der Stadionbesuch erinnert eher an einen überteuerten Besuch der Oper, bei dem ein Räuspern schon den Sitznachbar verärgern könnte und die Stewards auf den Plan ruft.

Mittlerweile ist es eine gängige Verlautbarung seitens der Verbände, in Deutschland jederzeit „englische Verhältnisse“ einführen zu können. Was zunächst recht simpel klingt, man erhöhe einfach die Ticketpreise und führe möglichst viele, dämliche Regularien für die Zuschauer ein, ist bei näherer Betrachtung eine fast schon makabere Drohung. Denn worüber die deutschen Funktionäre großzügig hinwegsehen, sind die Umstände, die zu diesen Verhältnissen führen konnten. Um sie zu verstehen, muss man ins Jahr 1989 zurückblicken. Es ist der 15. April 1989, der Tag der Katastrophe von Hillsborough mit 96 Toten und 766 Verletzten im Stadion in Sheffield, der den englischen Fußball für immer veränderte. Die Katastrophe ereignete sich während des Halbfinalspiels um den FA Cup zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest und gilt bis heute als eine der größten Tragödien in der Geschichte des Fußballs. Dem vorangegangen waren die Katastrophen im belgischen Heyselstadion 1985 und der Tribünenbrand in Bradford 1985 (…) [ultras-dynamo.de]

Bild erklärt die Ultras – Fake News?

Wenn die Bildzeitung versucht die Ultras zu erklären

…kann erstmal nicht viel dabei heraus kommen. Wenn aber dann auch noch vermeintliche Erfurter Ultras als Interviewpartner vermummt in Videos präsentiert werden, könnte es sich sogar um so genannte Fake News handeln, welche unser Innenminister Maas mit bis zu 50 Millionen Euro Strafe ahnden will.

Warum? Weil kein echter Ultra jemals mit der Springer-Presse diskutieren würde. Da sei Propaganda, Lügen, Hetze und nieder-klassiger Journalismus, so die aktive Fanszene aus Erfurt auf ihrer Webseite/Blog.

Bild Video Brennpunkt Stadion bei Youtube:

Stellungnahme Ultras Erfurt:

Wir möchten hiermit betonen, dass alle aufrechten Ultras die Zusammenarbeit mit sämtlichen Ablegern der Springerpresse ablehnen und die Arbeitsweise der eingesetzten „Journalisten“ zutiefst verachten. Sämtliche „Enthüllungen“ und „Interviews“, welche angebliche Ansprechpartner aus „der Szene“ benennen, sind eine Lüge. Die Inhalte basieren ausschließlich auf Gerichtsakten, erfundenen Quellen und aus dem Zusammenhang gerissenen Äußerungen, die sich in jedem beliebigen deutschen Kurvenheft oder Szenemedium finden.

Kein Mitglied der Erfordia Ultras 1996 hat in der Vergangenheit, Gegenwart, oder wird in der Zukunft in irgendeiner Art und Weise exklusive Inhalte an die Damen und Herren in den Redaktionsräumen der Springerpresse liefern. Wir wehren uns gegen alle Behauptungen, welche gegen uns und unsere Kurve erhoben werden und sehen nicht tatenlos dabei zu, wie sich dieses Presseübel ausbreitet und versucht, Einfluss auf die Menschen zu nehmen.

Die Kurven lassen sich von Euch nicht spalten! Wir werden den Kampf gegen weltfremde Verbände und heuchlerische Medien annehmen und keinen Meter zurückweichen!

erfordia-ultras.de

Fettes Danke an den DFB – Fans überglücklich

Was Fußballfans alles nicht verboten ist!

Alle Fans des runden Leders sollten jetzt mal dringend eine stille Gedenkminute für unsere Freiheiten in den Stadien einlegen. Denn entgegen allen Nörglern, notorischen Kritikern und Mecker-Tanten gibt es doch allerhand Rechte für die Besucher eines Fußballspiel.   

Danke blue

[…] Alle sind blind für die Güte des selbstgerechtesten Fußballverbandes der Welt. Dabei lässt er uns Fans noch so viele Freiheiten. Also ärgern wir uns nicht über das, was nicht erlaubt ist, sondern freuen uns verdammt noch mal über das, was uns als Fußballfans nicht verboten ist.

Wir dürfen Kulisse sein.

Wir dürfen jeden Freitag, Samstag, Sonntag, Montag unser Geld ins Stadion tragen.

Wir dürfen aufs Spielfeld schauen.

Wir dürfen versuchen uns mit überbezahlten balltretenden aalglatten Teenies zu identifizieren.

Wir dürfen rhythmisch klatschen.

Wir dürfen im Stadion allein aufs Klo – wenn wir uns danach die Hände waschen.

Wir dürfen im Stadion hüpfen.

Wir dürfen noch stehen.

Wir dürfen Helene Fischer hören.

Wir dürfen uns alkoholfreies Bier hinter die Binde kippen.

Wir dürfen in Erinnerungen schwelgen.

Wir dürfen laut Lieder singen (solange kein Funktionär die Texte versteht).

Wir dürfen fürs Fußballgucken Pay TV erwerben.

Wir dürfen Fahnen schwenken.

Wir dürfen sommermärchen-debil in Stadionkameras winken.

Na also. Jetzt mal ein bisschen mehr Dankbarkeit, für die vielen Freiheiten, die uns Papa DFB gibt. Und sicher wurde an dieser Stelle sehr undankbar noch viel übersehen, was wir alles dürfen […]
(spuckelch.wordpress.com)

Alles wieder gut – RB Hools unterschreiben Kodex

RB Problemfans L.E. United mit Anglerhüten nun wieder ganz brav

Was war passiert?
Im sozialen Netzwerk Facebook wurde zuletzt von den „Jungs der Südkurve“ vor seltsam gekleideten Personen im Block B bei Red Bull in Leipzig gewarnt. Unglaublich – denn diese fiesen Rabauken sollen sich demnach als Angler verkleidet haben. Doch in Wirklichkeit soll es sich dabei nicht um Mitglieder des Leipziger Anglerverein, sondern um so genannte Alt-Hooligans handeln. Echt mies! (ostfussball.com berichtete bereits)

Foto by pgwear.net

Und nun?
Alles halb so schlimm, denn jetzt ist ab sofort wieder alles Friede, Freude, Eierkuchen beim kuscheligen Familien-verein in Leipzig! Die L.E. United`s haben sich nämlich wieder zu frommen Lämmern bekehren lassen und nun den heiligen Kodex der RB Fan-Gemeinde unterschrieben:

„Im Bewusstsein der gesellschaftlichen Verantwortung des Sports und für den guten Ruf des Fußballs hat Rasenballsport Leipzig für sich diese Werte und Verhaltensweisen festgelegt: Wir respektieren unseren Gegner und deren Fans, unsere Spieler, Trainer und Funktionäre, Schiedsrichter, Zuschauer und alle am Spiel beteiligten Personen. Wir lehnen Diskriminierung und Gewalt ab. Wir respektieren alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder sexueller Identität. Wir setzen uns dafür ein, dass keine Gewalt von Fans von RasenBallsport Leipzig ausgeht. Wir akzeptieren die für das Stadion geltenden Regeln. Wir wissen, dass Verstöße gegen die oben genannten Punkte zu Stadionverboten führen können.”

Ganz ist damit das Hooligan-Problem bei Red Bull in Leipzig allerdings doch noch nicht gelöst. Laut sächsischer Hooligan Datei „Gewalttäter Sport“ soll es nämlich trotzdem immer noch mehr Problemfans bei RB Leipzig als zum Beispiel beim Zweitligisten FC Erzgebirge Aue geben!

Red Bull – „Krebsgeschwür des Sports“

Nach RB Salzburg und RB Leipzig, nun auch bald RB U. Calcio?

Entsteht schon bald der dritte Red Bull Fußballclub in Europa? Laut verschiedenen Meldungen soll Red Bull Interesse an Udinese Calcio haben. Zumindest die Ultras von Udinese gehen bereits auf die Barrikaden und rufen zum Kampf gegen das „Krebsgeschwür des Sports“ auf.

Zuvor hatte man bei Austria Salzburg verschiedene Banner gegen Red Bull, unter anderem mit nachfolgendem Text, hochgehalten.

„DM DU HURENSOHN: WENN AUCH UDINESE WIRD VERNICHTET, GEHÖRST DU BASTARD HINGERICHTET!“

Mit dem Kürzel „DM“ ist wahrscheinlich Dietrich Mateschitz, Besitzer von Red Bull, gemeint.

Auf der Webseite der Ultras Udinese hat man nun eine Stellungnahme zum Thema abgegeben und auf die Gefahren einer Übernahme durch Red Bull hingewiesen.

In Deutschland hat Red Bull mit dem Marketing-Konstrukt RB Leipzig in dieser Spielzeit erstmals die Teilnahme an der Champions League erreicht. Das Stadion in Leipzig ist regelmäßig voll und auch für die aller zwei Wochen stattfindende Event-Veranstaltung finden sich somit genügend Konsumenten ein. Das starke Red Bull Marketing zeigt eben seine Wirkung…

RasenBallsport des DFB in der Kritik – „Krieg dem DFB“

Krieg dem DFB

Am letzten Spieltag der Saison solidarisierten sich mehrere Ultra`, – Fan-Szenen aus verschiedenen Vereinen mit den Ultras von Dynamo Dresden. Diese hatten vergangene Woche mit einer beeindruckenden Aktion in Karlsruhe für ordentlich Furore bei den deutschen Fans, aber auch Besorgnis beim Verband und in den Medien gesorgt. 

Nun gab es „Krieg dem DFB“ – Banner in verschiedenen Stadien, so zum Beispiel in Zwickau, Hamburg, Gladbach, Rostock, Berlin, Leverkusen.

Sollte sich der Konflikt zwischen dem DFB /DFL und den aktiven Fans in den Kurven nach der Sommerpause ausweiten, kann man schon jetzt von einem Flächenbrand zu Beginn der kommenden Spielzeit ausgehen. Wir resümierten diesbezüglich ja bereits letzte Woche eine Eskalation im politischen Klassenkampf zwischen Kommerz und Ultras:

Bei der aktuellen Eskalation der Geschehnisse im deutschen RasenBallsport fragt man sich allerdings, was nun hierzulande wohl als Nächstes passiert. Werden die (ost)deutschen Ultras / Fans bald gemeinsam vor der Zentrale der Fußball-Funktionäre in Frankfurt am Main auftauchen? So weit weg davon ist man sicherlich nicht mehr… (ostfussball.com)

Ein ehrlicher Dialog zwischen den Parteien wäre also jetzt die letzte Möglichkeit, die extrem angespannte Situation zu deeskalieren. Ob das überhaupt aufgrund der festgefahrenen Strukturen innerhalb der Verbände, aber auch Ultras-Szenen überhaupt noch möglich ist, wird sich dann zeigen…

Red Bull Ultras zu kritisch – Polizei in Sorge?

Frank Gurke von der Leipziger Polizei besorgt

Na wenn kritische Fans bei Red Bull in Leipzig kein Punkt sind, die Polizei auf dem Plan zu rufen, was dann? So äußert sich die Polizei im Online Magazin „Zeit“ diesbezüglich hoch besorgt:

„Die Ultras treten zunehmend kritisch auf – besonders bei Auswärtsspielen. Diese Fans sind teilweise martialisch und selbstbewusst. Zudem nutzen sie Pyrotechnik.“ Das sagt Frank Gurke. Er leitet jenes Referat der Leipziger Polizei, in dem die Polizeieinsätze rund um Fußballspiele vorbereitet werden, und er warnt: „Wir müssen aufpassen, dass es sich nicht in eine falsche Richtung entwickelt.“

Klar, das geht gar nicht, wo kämen wir denn da hin, wenn hier jeder Kritik äußern oder sogar Selbstbewusstsein an den Tag legen dürfte! Aber auch das äußere Erscheinungsbild dieser „martialischen Problemfans“ passt nicht unbedingt in die Vorstellung von Gurke:

In der Kurve, so schildern es viele Fans, würden zuletzt häufiger recht speziell gekleidete Anhänger gesichtet: schwarze Jacke, schwarze Sonnenbrille. Ein Bild, das man im Leipziger Block, wo doch die Professorin neben dem Familienvater jubeln soll, nicht erwartet.

Sonnenbrillen! Ja wirklich, die haben tatsächlich Sonnenbrillen auf! Auch noch schwarze Sonnenbrillen! Das geht natürlich eindeutig zu weit. Aber nur gut, dass die Polizei in Leipzig, wie immer alles schon im Vorfeld unter Kontrolle hat – vor allem die „zunehmend kritischen“ und „selbstbewussten“ Fans mit den Sonnenbrillen sind sicherlich ein ernst zunehmendes Problem in der sonst so „friedlichen“ sächsischen Stadt unter der erfolgreichen Führung von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Verleihung Konrad-Adenauer-Preis der Stadt Köln 2015 an Vitali Klitschko-7686 (cropped)

Wissenswertes über die aufstrebende (Rekord) Stadt Leipzig:

*Laut Statistik sind Berlin und Leipzig Deutschlands Kriminalitätshochburgen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik des Bundes für das Jahr 2016 hervor. 

Und weiter nachgeschaut:

*Leipzig hat unter Sachsens Großstädten die meisten Schulden. Nach einer vom Finanzministerium veröffentlichten Statistik lag der Schuldenstand der Messestadt Ende 2015 bei gut 686 Millionen Euro. Das sind 1281 Euro pro Einwohner.

 

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