Archiv der Kategorie: Fanportale

Profans Kommentar auf DFL Aussagen

Kampfansage in den Kurven angenommen

So zumindest kann man wohl den Kommentar des Fan-Bündniss „Profans“ auf die Aussagen des DFL Boss vergangene Woche verstehen. „Totengräber des Fußball“ und „Asozial“ bezeichnete Seifert demnach die Ultras in den Stadien. Und das solche Statements aus dem so fernen Frankfurt nicht lange mit Antworten auf sich warten lassen, sollte dabei Jedem klar sein. 

Stellungnahme Profans: 

ProFans - OHNE UNS KEIN KICK!

(…) Welches Kalkül wirklich hinter den primanerhaften Aussagen einiger Funktionäre steckt, wissen wir natürlich nicht, wundern uns allerdings, wenn einige Funktionäre nach gängigen Stadion-Schmähgesängen öffentlich den moralischen Zeigefinger heben und ihrerseits Fußballfans als „Schwachmaten“ oder „Idioten“ schmähen. So richtig humorvoll allerdings wird es, wenn die Altvorderen von DFB und DFL auf die Bühne treten und Äußerungen von Fankurven „missbilligen“ und „verachten“. Die Herrschaften aus der Abteilung „Wie kaufe ich am besten eine Großveranstaltung nach Deutschland, um noch mehr Kohle aus der Fußball-Piñata rauszuschlagen“ möchten uns also etwas von „juristischen Grenzen“ und „sozialem Miteinander“ erzählen. Da lacht das Volk, da tobt der Saal und will das Ganze noch einmal! Während das Sportgericht schon die nächsten unverhältnismäßigen Strafen auswürfelt, die Vereine den entsprechenden Druck auf die Fans mittels überzogenen Repressionen weiterleiten und die aufgestachelte Öffentlichkeit verbal auf die Fankurven einprügelt, werden mal wieder Maßnahmen gegen Fußballfans gefordert, die an der Rechtsstaatlichkeit komplett vorbei gehen (…)

Was ist Profans?

„Das unabhängige Bündnis „ProFans“ sieht sich als bundesweite Interessenvertretung für aktive Fan- und Ultragruppen in Deutschland. Das vordergründige Ziel der gemeinsamen Arbeit ist der Einsatz zum Erhalt der Fankultur, die uns allen am Herzen liegt.“

[profans.de]

Viel Schatten beim Spitzenspiel der 3.Liga – MSV vs. FCM

3.Liga: MSV Duisburg gegen den 1. FC Magdeburg

Angst vor Hooligans berechtigt oder nur vorgeschobenes Argument um Fußballfans fern zu halten? So findet man auf der Homepage des MSV Duisburg folgenden Hinweis:

Es gibt klare Hinweise, dass mit dem zum großen Teil friedlichen Anhang des 1. FC Magdeburg Hooligans auch aus anderen Vereinen anreisen wollen – nicht nur, um das Spiel in Duisburg zu besuchen, sondern eventuell auch, um an den Karnevalstagen im Rheinland zu erscheinen. „Die Polizei und der Sicherheitsbeauftragte des MSV haben die Situation in den vergangenen Wochen intensiv gemeinsam analysiert und sich gemeinsam für diese Maßnahme ausgesprochen“, erklärt Peter Mohnhaupt, Geschäftsführer des MSV Duisburg.

[msv-duisbug.de]

Klar das solche Ankündigungen nicht gut bei den Fans in Magdeburg ankommen. Zumal die Meldung über vermeintliche Hooligans völlig unbegründet in der Stellungnahme des Vereins bleibt und sich auf reine Vermutungen stützt. So hat sich nun die Fanhilfe Magdeburg zum Thema zu Wort gemeldet –

(…) Es entsteht der Eindruck, dass die Sicherheitsbehörden in Zusammenarbeit mit dem MSV Duisburg der Anhängerschaft des 1. FC Magdeburg eine Vorverurteilung aussprechen. Dies dient nicht nur der Legitimation fanunfreundlicher Behandlung durch Sicherheitskräfte und Polizei, sondern einer abermaligen Diskursverschiebung zu Gunsten der Sichtweisen der exekutiven Kräfte. Der Fanbrief der Polizei Duisburg unterstreicht diese Wahrnehmung. Wie beinahe immer werden Stillmittel der Fankultur mit Gewalt und menschenverachtenden Einstellungen wie Rassismus in Verbindung gebracht.

Das Vorgehen des MSV Duisburg und die Beratungskompetenzen der Sicherheitsbehörden stellen wir in diesem Fall grundsätzlich in Frage. Im Kern geht es nicht um die tatsächliche Anwesenheit sogenannter Hooligans, sondern darum im Vorfeld sämtliche Maßnahmen gegen Auswärtsfans zu legitimieren. Mutmaßungen und öffentlichkeitswirksame Schnellschüsse wie dem Schließen von Tageskassen dienen im Fall einer späteren von den Sicherheitsbehörden ausgelösten Eskalation als Begründungsmuster (…)

Foto & Text: [fanhilfe-magdeburg.de]

Übrigens: Die spannende Partie gibt es heute Abend live als Stream ab 18.30 Uhr beim Mitteldeutschen Heimatsender zu sehen. Alle Livespiele der 3.Liga dieses Wochenende auf einen Blick findet man auch hier.

Mitteldeutsche Zeitung kooperiert mit Red Bull Leipzig

Mitteldeutsche Zeitung bietet Red Bull Leipzig Infoportal

Bisher gab es in Sachen Red Bull Leipzig lediglich nur eine Haus,- und Hofberichterstattung durch die Leipziger Volkszeitung. Doch nun wurde dieses Angebot auch auf die Nachbarstadt Halle in Sachsen-Anhalt erweitert. Mit RBLive will man so neue Fans für das künstliche Projekt eines österreichischen Milliardärs mit originellem Namen „RasenBallsport“ in Leipzig gewinnen. Nicht wenige Hallenser und Fans des Halleschen FC fühlen sich jedoch davon provoziert.

mz web

(…) RBLive! ist der Newsblog für Fans von Fußball-Bundesligist RasenBallsport Leipzig. Hier finden Sie alle Informationen und Neuigkeiten rund um die „Roten Bullen“: übersichtlich, schnell, kompakt, medienübergreifend. Ob Blogs, Social Media oder die Nachrichtenportale der nationalen und internationalen Medienlandschaft: Auf RBLive! trägt die Redaktion alle Neuigkeiten rund um Leipzigs Erstligisten zusammen.

Betrieben wird RBLive! von der Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung. Die Nachrichten werden von den RB-Reportern der MZ, der MZ-Sportredaktion sowie von „Rotebrauseblogger“ Matthias Kießling auf allen Sport-Portalen im Internet sowie in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften gesucht, gefunden, zusammengefasst und an dieser Stelle veröffentlicht (…)

Foto & Text: [rblive.de]

Das man sich damit nur wenig Freunde an der Saale macht, sollte wohl in der MZ-Redaktion klar sein. Und so wird mittlerweile in zahlreichen sozialen Netzwerken und Fanforen zur Beendigung eventueller Abonnements  aufgerufen. Für Gegner des Angebot der Mitteldeutschen Zeitung gibt es dafür nun online die Möglichkeit das Abo mit nur einem Klick zu kündigen.

So bietet Aboalarm mit dem Link: „Jetzt Mitteldeutsche Zeitung kündigen. Garantiert“ einen schnellen und effizienten Service an. Schon jetzt sieht die Bilanz seit 1998 katastrophal, für das im Süden von Sachsen-Anhalt erscheinende Printmedium, aus. Über 50% der werten Leserschaft hat in diesem Zeitraum das Vertrauen entsagt, mit solchen Entscheidungen werden es nun sicherlich noch deutlich mehr werden. Und mit Onlineangeboten sind bekanntlich im Vergleich zu Printangeboten nur „Cents“ zu verdienen.