Umfrage der Bild zum Thema Ultra- und Hooliganszene im deutschen Fußball

So hinterfragen die Ultras von Dynamo Dresden auf ihrer Homepage: Ist es lediglich eine weitere Hetzkampagne gegen eine scheinbare Randgruppe, um Schlagzeilen zu produzieren? Oder sind gemeinsame Interessen zwischen BILD und DFB der eigentliche Grund für die plötzliche Neugierde an den aktiven Fanszenen Deutschlands? 

(…) Sehr geehrter Herr …….,

bezüglich unserer Anfrage vom 1. August 2017 und Ihrer entsprechenden Nachfrage für die geplante Berichterstattung zum Thema „Ultra- und Hooliganszene im deutschen Fußball“ senden wir allen Bundesligisten eine Anfrage mit gleichlautenden Fragen. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese bis zum 8. August beantworten würden.

  • Wie würden sie die aktuelle Situation der Ultra-Szenen in Bezug auf Ihren Club beschreiben?
  • Erkennen Sie Bestrebungen der Ultras, in Führungsgremien ihres Vereins vorzudringen?
  • Wie hat sich die Ultraszene in ihrem Verein in den letzten Jahren verändert?
  • Welche Entwicklungen bereiten Ihnen Sorgen?
  • Wie würden sie die Hooligan-Szene ihres Vereins beschreiben?
  • Hat sich die Problematik mit der Szene in den letzten Jahren verändert?
  • Wenn ja, wie? Was tut ihr Verein im Kampf gegen diese Szene?
  • Sind Vertreter Ihres Clubs mit Vertretern der Ultragruppierungen ihres Vereins im Gespräch?
  • Falls ja – in welcher Form, mit welchem Ziel und mit welchem Ergebnis?
  • Sind Vertreter Ihres Clubs mit Vertretern der Hooligangruppierungen ihres Vereins im Gespräch?
  • Falls ja – in welcher Form, mit welchem Ziel und mit welchem Ergebnis?
  • Was unternimmt ihr Verein konkret in Bezug auf beide Szenen?
  • Gibt es spezielle Programme? Wenn ja, welche?
  • Wie sieht die Kooperation mit der Polizei aus?

(…)

Und weiter im Text:

„Ist es ein Teil einer Kampagne, die die BILD in Zusammenarbeit mit den DFB gestartet hat, um die Proteste der Fankurven gegen die aktuellen Entwicklungen im deutschen Fußball zu unterdrücken? Das Ziel des DFB ist ganz eindeutig, die Fans zu spalten. Dafür hat man mit der BILD einen langjährigen Partner in die Spur geschickt, um nun die Stimmung anzuheizen.“

(ultras-dynamo.de)

Keine Bild

Über die Bild Zeitung:

Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 61,7 Prozent gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 2.721.503 Exemplaren. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 4,72 Prozent. Der praktisch kontinuierliche Abwärtstrend fiel dabei stärker aus als bei fast allen anderen Boulevardzeitungen, überregionalen Tageszeitungen sowie Sonntags- und Wochenzeitungen. Gerade für die aktiven Fußballfans ist die BILD das Sinnbild für den Begriff „Lügenpresse“.