Glücksspielstaatsvertrag ist rechtswidrig – Medienspiegel

EuGH stellt eindeutig fest – der deutsche Glücksspielstaatsvertrag ist rechtswidrig

Die deutsche Glücksspielregulierung verstoße gegen EU-Recht, weil das von zahlreichen Gerichten gekippte staatliche Glücksspiel-Monopol faktisch fortbestehe. Private Anbieter bzw. Werbung für Glücksspiel dürften auch deshalb nicht bestraft werden.

Bookmakers

Medienspiegel –

(…) Das Urteil aus Luxemburg könnte für Deutschland weitere Konsequenzen haben, meint Klaus Umbach, Experte für Glücksspielrecht von der Kanzlei Freshfields: „Die EU-Kommission dürfte sich jetzt bestätigt sehen und die deutsche Glücksspielregulierung grundlegend infrage stellen.“ Die Kommission wird in Kürze entscheiden, ob sie wegen der Glücksspielgesetze ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eröffnet (…) [sueddeutsche.de]

(…) Das Unionsrecht kann der Ahndung einer ohne Erlaubnis erfolgten grenzüberschreitenden Vermittlung von Sportwetten in Deutschland entgegenstehen. Dies gilt insbesondere, soweit das von den deutschen Gerichten für unionsrechtswidrig befundene vormalige Staatsmonopol faktisch fortbesteht (…) [ostfussball.com]

(…) Die deutsche Glücksspielregulierung verstoße gegen EU-Recht, weil das von zahlreichen Gerichten gekippte staatliche Glücksspiel-Monopol faktisch fortbestehe. Private Anbieter dürften auch deshalb nicht bestraft werden (…) [stern.de]

(…) Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute in seinem Urteil in der Rechtssache Ince (C-336/14) mit klaren Worten entschieden, dass die deutsche Rechtslage im Bereich der Sportwetten nicht mit dem Recht der Europäischen Union vereinbar ist. Damit ist nicht nur das seit vier Jahren ergebnislos laufende Sportwettenkonzessionsverfahren hinfällig, sondern die gesamte gesetzliche Grundlage für Glücksspiele in Deutschland reformbedürftig (…) [presseportal.de]

(…) Laut DSWV ist es bereits der dritte Staatsvertrag in Folge, der an der Rechtsprechung der höchsten Gerichte gescheitert ist. Zuvor waren bereits der Lotteriestaatsvertrag 2006 vom Bundesverfassungsgericht und der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) 2010 vom EuGH in wesentlichen Teilen für rechtswidrig erklärt worden (…) [gameandbusiness.de]

(…) Mit diesem EuGH-Urteil sei der deutsche Glücksspielstaatsvertrag endgültig erledigt. „Es hält sich schon heute niemand mehr daran – beispielsweise wird bei nahezu jeder Sportveranstaltung gegen die Werberichtlinien verstoßen. Die Ordnungsbehörden unternehmen schon lange nichts mehr dagegen. Sie wissen, dass die Gerichte jede Maßnahme wieder kassieren würden“, sagte Kubicki (…) [cdu.de]

(…) Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit dem heutigen Urteil in der Rechtssache Ince (C-336/14) einen Kern der deutschen Glücksspielregulierung für bis auf weiteres unanwendbar erklärt. Der EuGH hatte im Jahr 2010 bereits den damaligen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) gekippt. Aus dem heutigen Urteil folgt nun dasselbe für den im Jahre 2012 geänderten GlüStV. Seine Verbote und die auf seiner Grundlage beschlossenen Auflagen für Anbieter bleiben in wesentlichen Teilen damit unanwendbar bis ein europarechtskonformer Zustand hergestellt ist (…) [finanzen.net]

Glücksspiel: Dienstleistungsfreiheit steht Ahndung entgegen

EuGH bestätigt die europäische Dienstleistungsfreiheit in Rechtssache C-336/14

Das Unionsrecht kann der Ahndung einer ohne Erlaubnis erfolgten grenzüberschreitenden Vermittlung von Sportwetten in Deutschland entgegenstehen. Dies gilt insbesondere, soweit das von den deutschen Gerichten für unionsrechtswidrig befundene vormalige Staatsmonopol faktisch fortbesteht.

In Bezug auf den vom Glücksspieländerungsstaatsvertrag 2012 geregelten Zeitraum antwortet der Gerichtshof, dass die Dienstleistungsfreiheit einen Mitgliedstaat daran hindert, die ohne Erlaubnis erfolgte Vermittlung von Sportwetten in seinem Hoheitsgebiet an einen Wirtschaftsteilnehmer, der in einem anderen Mitgliedstaat eine Lizenz innehat, zu ahnden. Der Gerichtshof stellt insoweit fest, dass die Experimentierklausel die Unvereinbarkeit des vormaligen Staatsmonopols mit dem freien Dienstleistungsverkehr nicht behoben hat, soweit die alte Regelung unter Berücksichtigung dessen, dass keine Konzessionen erteilt wurden und dass die staatlichen Veranstalter weiterhin Sportwetten veranstalten können, trotz des Inkrafttretens der Reform von 2012 in der Praxis weiter Bestand hat.

Quelle: isa-guide.de

Hans-Jörn Arp und Wolfgang Kubicki von der CDU und der FDP hatten es zuletzt schon voraus gesagt. Heute wurde es nun auch aus Brüssel bestätigt:

(…) Ferner hätten Gerichte geurteilt, dass das vertraglich festgelegte Glücksspielkollegium gegen das Demokratie- und Bundesstaatsprinzip verstößt. Der Europäische Gerichtshof werde am 04. Februar 2016 über die Regelungen der Bundesländer urteilen, die EU-Kommission habe ein Pilotverfahren eingeleitet. Absehbar werde es dem aktuellen Vertrag deshalb so gehen, wie seinen Vorgängern, die 2006 und 2010 höchstrichterlich verworfen wurden. Wolfgang Kubicki: „Gründlicher kann man nicht scheitern. Das deutsche Glücksspielsystem ist komplett verkorkst. Jedes Gericht würde Sanktionen der Ordnungsbehörden als rechtswidrig verwerfen. Weil die Ordnungsbehörden das wissen, darf jeder machen, was er will. Und die Ministerpräsidenten gucken dem Treiben zu. Deutschland macht sich lächerlich.“ (…) 

Quelle: CDU-Fraktion und FDP Landtagsfraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag

Augenscheinlich scheint man jedoch doch nicht überall in den Behörden davon gewusst zu haben, denn Sanktionen hat es ja trotzdem nachweislich von diversen staatlichen Behörden gegeben – Staatshaftung natürlich inklusive…

3.Liga: Chemnitzer FC vs. 1. FC Magdeburg – live

3.Liga Livestream und Liveübertragung im TV beim MDR

Das Ostderby zwischen dem Chemnitzer FC und dem 1. FC Magdeburg steht allerdings unter keinem guten Stern. Der zuständige Verband hatte die Partie, aufgrund angeblich zu weniger Polizeikräfte, von ursprünglich 20.30 Uhr auf nun 17.00 Uhr an diesen Freitagabend gelegt.

In Chemnitz ist man verständlicherweise sauer, denn diese  Verlegung auf den späten Nachmittag kostet den Verein sicherlich mehrere tausend Heimzuschauer bzw. Gästefans. Gute Nachrichten – der Gästeblock ist nun mit 2000 Fans aus Magdeburg ausverkauft. Hinzu kommt der Livestream sowie die TV-Übertragung des Mitteldeutschen Rundfunks, was sicherlich viele weitere potenzielle Besucher des Chemnitzer Stadion abhalten wird. Und für den CFC bedeutet dies auch noch fehlende Unterstützung von den Rängen im Abstiegskampf – wichtige Punkte, welche am Ende eventuell fehlen könnten. Statt ausverkaufte Hütte, heißt es nun halbvolle Fischerwiese.

Silvio-meissner

Letzte Meldungen:

Chemnitz:

(…) Durch den von ärztlicher Seite aktuell nicht einzuschätzenden Ausfall von Stammspieler Kevin Conrad (25) fehlt dem Chemnitzer FC auf unbefristete Zeit ein wichtiger Baustein in der Defensive. Der Chemnitzer FC hat durch die Verpflichtung von Jan Klauke auf diesen Umstand reagiert und verfügt nun über eine weitere Alternative in der Defensive, insbesondere in der Innenverteidigung. Mit dem 21jährigen Defensivspieler wurde ein Arbeitsvertrag bis zum 30.06.2016 vereinbart. Anschließend haben beide Vertragsparteien die Möglichkeit das Arbeitsverhältnis per Optionswahrnehmung bis zum 30.06.2017 auszudehnen (…) [chemnitzerfc.de]

Magdeburg:

(…) Der am Donnerstag angelaufene eingeschränkte Kartenvorverkauf für Mitglieder und Dauerkarteninhaber für die verbleibenden Heimspiele des 1. FC Magdeburg in der laufenden Saison wird am morgigen Samstag, 30.01.2016, fortgesetzt. Die begehrten Tageskarten sind, solangeder Vorrat reicht, verfügbar. Am morgigen Samstag öffnen alle verfügbaren Tageskassen um 11:00 Uhr an der MDCC-Arena Magdeburg. Mitglieder bzw. Dauerkarteninhaber des 1. FC Magdeburg haben nur unter Vorlage des entsprechenden gültigen Ausweises ein Anrecht auf die Nutzung des Vorkaufsrechts. Je nachweisberechtigter Person können maximal vier Karten erworben werden, eine Addierung der Karten im Falle beider Berechtigungen wird nicht gestattet (…) [1fcm.de]

Sachsenpokal 2016 – Infos zum Halbfinale

Halbfinale im Sachsenpokal 2016 mit Livespiel

So wurden wir gerade durch den sächsischen Fußballverband informiert, dass die Partie zum Einzug ins sächsische Pokalfinale zwischen der SG Dynamo Dresden und dem FC Erzgebirge Aue live beim privatem TV-Sender Sport1 übertragen wird. 

Erzgebirgsstadion-Choreografie

(…) Am Osterwochenende 2016 steht den sächsischen Fußballfans ein ganz besonderer Leckerbissen bevor.

Mit Aue und Dresden treffen die beiden Spitzenteams der 3. Liga im Halbfinale des Wernesgrüner Pokal-Sachsen 2015/2016 aufeinander. Zudem will Vorjahresfinalist FSV Zwickau beim SV Einheit Kamenz erneut den Sprung ins Endspiel schaffen. Beide Halbfinals wurden nun wie folgt terminiert:

Samstag, 26.03.2016; 14:00 Uhr: SV Einheit Kamenz – FSV Zwickau

Sonntag, 27.03.2016; 13:15 Uhr: SG Dynamo Dresden – FC Erzgebirge Aue [live auf Sport1] (…) 

Neben dem Sachsenpokal 2016 kämpfen die beiden Drittligisten auch noch um den Aufstieg in die 2.Bundesliga. Im Pokal trifft einer der beiden Vereine im Endspiel dann auf Kamenz oder Zwickau – auch eine interessante Konstellation.

Unioner Fanmarsch eskaliert durch Polizeieinsatz

80 Verletzte durch einen Polizeieinsatz bei freundschaftlichem Benefizspiel in Berlin

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, mit 300 Polizisten bei einem friedlichem Fanmarsch zu Gunsten von Austria Salzburg massiv wegen Abrennen von Pyrotechnik vorzugehen und dabei 80 Verletzte in Kauf zu nehmen? Die Polizei findet solch ein Vorgehen auch noch „verhältnismässig“ – ein Skandal!

Der 1.FC Union hat unterdessen den Darstellungen der Polizei widersprochen und den Einsatz der Beamten als „unangemessen“ verurteilt. Aus Sicht des Fußball-Zweitligisten habe der „unerklärlich intensive Polizeieinsatz“ die Lage eskalieren lassen, teilten die Köpenicker am Sonntag mit. Polizisten hätten „umgehend mit körperlicher Gewalt“ reagiert und Reizgas eingesetzt, als ein Fan das Gleichgewicht verloren und einen Beamten zu Fall gebracht habe. Ein aggressives Fan-Verhalten habe der Verein nicht festgestellt.

Und während die allgemeine Mainstream-Presse weiter über böse Hooligans, schwere Randale und gefährlichen Ultra-Krawallen spricht, relativiert der Verein aus Köpenick solch einen medialen Dünnschiss mit einer Stellungnahme auf seiner Homepage:

(…) Wie dem Verein vorliegende Videobilder zeigen, trafen die Fans begleitet von Polizisten friedlich am Stadion an der Alten Försterei ein. Wenige Meter nach dem Passieren der Zufahrt zum Parkplatz vor der Haupttribüne des Stadions versuchte eine Polizeikette bereits auf dem Vereinsgelände den Zug ohne ersichtlichen Grund zu stoppen. Ein aggressives Verhalten der Fans war nicht zu beobachten, im Gegenteil, zahlreiche Fans versuchten, der plötzlichen Sperrung auszuweichen oder davor zu stoppen. Mehrere Fanbetreuer des Vereins versuchten, zwischen Polizei und nachströmenden Fans zu vermitteln. Als ein Fan das Gleichgewicht verlor und beim Sturz in die Polizeikette einen der Beamten zu Fall brachte, reagierten die anderen Polizisten umgehend mit körperlicher Gewalt und setzen Reizgas ein, wodurch die bis dahin ruhige Lage zur Eskalation gebracht wurde (…)[fc-union-berlin.de]

Zur aktuellen Diskussion im Forum unserer Partnerwebseite stadionfans.de

Nackte Tatsachen – Erfordia Ultras

Während hierzulande die Sicherheit der Bürger restlos aus den Fugen gerät

…ist beim Fußball alles unter Kontrolle. Kann man nämlich derzeit völlig unbehelligt ohne Ausweis über die Grenze spazieren, so herrscht zumindest noch in den deutschen Stadien „Zucht und Ordnung“.  Pyroverbot durchsetzen statt Terrorgefahr stoppen lautet die Devise.

So berichten die Erfordia Ultras über intensive Kontrollen am Einlass beim Spiel gegen Dynamo Dresden – 

(…) Nacktkontrollen sind im Zuge von Fußballspielen in Deutschland leider keine Seltenheit mehr – zwar stehen sie noch nicht an der Tagesordnung, dennoch prägen sie schon seit geraumer Zeit die Durchsuchungstaktiken der Polizei gegenüber Fans.

erfordia ultras

Am besagten Heimspieltag wurden Fans am Eingang auf indiskrete, intransparente und verbal-aggressive Art und Weise rausgezogen. Die deklassierende Kategorisierung wurde von Zivilbeamten der Erfurter Polizei und Mitgliedern des Ordnungsdienstes vorgenommen. Bei den Durchsuchten handelte es sich vorrangig um regelmäßige E2-Besucher, aber auch um einige andere im Stadion anwesende Personen. Einmal in den Fokus der Sicherheitsorgane geraten, musste man sich unter den Augen der gesamten Öffentlichkeit der Spürnase eines Sprengstoffhundes aussetzen. Schlug ebendieser an, erhärtete sich der vermeintliche „Verdacht auf Pyrotechnik“ und die Polizei wies die Beschuldigten an, sich in die alte Geschäftsstelle des FC Rot-Weiß Erfurt e.V. zu begeben. Die Beamten ließen es nicht zu, der Kontrolle durch Verlassen des Stadions zu entgehen. Ebenso lehnten sie es vehement ab, der Maßnahme durch das Hinzuziehen eines Fanprojektmitarbeiters oder einer unabhängigen Begleitperson einen weniger diktatorisch-rigorosen Charakter zu verleihen. Unter Druck, der Androhung körperlicher Gewalt und Anzeigen nie begangener Straftaten mussten sich die Beschuldigten vollkommen entblößen. Diese Maßnahme wurde anfänglich auf dem offenen Gang vollzogen und erst durch späteres Intervenieren des Fanprojektes in einen geschlossenen Raum verlegt. Das Verhalten des Ordnungsdienstes und der Polizei war zu jeder Zeit undurchsichtig, gereizt und aggressiv. Die Sicherheitsorgane waren nicht gewillt, in irgendeiner Art und Weise deeskalierend zu wirken, vielmehr verständigten sie sich via Beleidigungen, falschen Anschuldigungen und Androhungen körperlicher Gewalt gegenüber fragenden Fans (…)

Foto & Text: [erfordia-ultras.de]

Zwenkau – Chemie: Leipziger Prügel-Polizei vor Gericht

Zwei Polizisten stehen nun wegem brutalen Vorgehen gegen Leipziger Chemie Fans vor Gericht

Grund – sie sollen besonders unverhältnismässig gegen einen „Chemiker“ beim Meisterschaftsspiel vor rund zweieinhalb Jahren in Zwenkau vorgegangen sein. Erst nach massivem Druck in der Öffentlichkeit sowie zahlreichen Videos, auch bei Spiegel TV, wurde die Staatsanwaltschaft endlich aktiv.

Großer öffentlicher Druck in Form von zahlreichen Dienstaufsichtsbeschwerden und Anzeigen, gepaart mit scharfer Kritik von Vereinsseite und Fanprojekt, sowie einige parlamentarische Anfragen im sächsischen Landtag konnten schließlich dafür sorgen, dass das Verfahren gegen die Beamten durch die Staatsanwaltschaft Leipzig eröffnet wurde. Nachdem lange nicht abzusehen war, ob überhaupt etwas passieren würde, soll die Verhandlung gegen zwei der eingesetzten Beamten der Beweis- und Festnahmeeinheit (BFE) Leipzig am 4. Februar 2016 endlich beginnen. Die Beamten, welche damals brutal gegen einen Chemiefan vorgegangen sind, der den Einsatz der so genannten Spezialkräfte auf Video festhalten wollte, müssen sich nun wegen Körperverletzung im Amt verantworten. (facebook.com)

Was war damals passiert – ein Augenzeuge aus Zwenkau erinnert sich:

„Das Meisterschaftsspiel in Zwenkau hatte damals bis zum Eintreffen der Polizei einen sehr friedlichen Charakter. Es gab keinerlei bedenkliche Situationen trotz der etwa 800 mitgereisten Leipziger in unserem Eichholz-Stadion. Dies änderte sich jedoch mit dem Eintreffen einer ganzen Hundertschaft des BFE! Einige Zwenkauer Fans schickten zu diesem Zeitpunkt bereits ihre Einlaufkinder mit den Muttis vorsorglich nach Hause. Es war klar, dass es mit so einem provokativem Auftreten seitens der Polizei über kurz oder lang eskalieren musste.

Und mit dem Schlußpfiff war es dann so weit – es kam zu Tumulten, wobei mindestens eine Person aus der Fanszene von Chemie Leipzig hinter dem Tor bewusstlos liegen blieb. Anschliessend gab es wildeJagdszenen auf flüchtende Anhänger, wobei filmende Zuschauer der Szenerie massiv durch den Staatsschutz bedrängt bzw. festgesetzt wurden. Das ganze erinnerte an Polizeiaktionen zur Diktatur in der DDR. Schlimm so etwas im sonst immer friedlichen Zwenkauer Eichholz zu erleben. Auch der Vorstand des VfB Zwenkau 02 e.V. hatte sich direkt nach dem Spiel von der brutalen Vorgehensweise der Polizei distanziert. „

HFC Karten-Desaster by meyview.com

Ein paar nette Worte aus der Nachbarschaft zum Thema: HFC-Fans sind sauer auf Präsident Schädlich

(…) Angenommen, nur mal angenommen, man wäre aus Dresden. Und nicht aus Magdeburg. Siegpunkt Eins? Weiter angenommen, man würde sich in Dresden zu einem fußballerisch amtierenden Drittliga-Verein hingezogen fühlen, und nicht in Magdeburg. Siegpunkt Zwei? Darüber hinaus angenommen, man würde – was in der aktuellen 3. Liga zwangsläufig ist – zu einem anstehenden Auswärtsspiel beim Halleschen FC (HFC) antreten müssen und dabei ein wenig von den sich zum 1. FC Magdeburg hingezogenen Bördemenschen lernen wollen. Wäre das dann etwa Siegpunkt Drei? Bereits im Vorabbereich der Drittliga-Begegnung am 7. Februar zwischen Hallescher FC und Dynamo Dresden zum diessaisonalen 24. Spieltag?

Man könnte ja, angenommen, dieser Tage jetzt vielleicht in Halle unterwegs sein. Unfreiwillig oder freiwillig. Sagen wir mal, in der Nähe des Wosz-Fanshops. Beispielsweise. Und dabei ob der Witterung ein rot-weißes Zipfelmützelchen auf dem Haupt tragen. Oder ein ebenso gefärbtes Schälchen um den zuweilen frostig gefährdeten Hals. Als fußballerisch interessierter Dresdner, der nicht aus Magdeburg stammt, vielleicht eher unwahrscheinlich. Aber im Bereich der Möglichkeiten. Theoretisch. In Sachsen-Anhalt ist so einiges möglich. Also in Halle. Wo wir ja gerade unterwegs sind. In Gedanken. Einfach so.

Als nicht nur von Magdeburgern durchaus lernfähiger Dresdner könnte man seinen, wenn überhaupt ausgeprägt vorhandenen, sächsischen Dialekt verstellen. Zum Beispiel im Wosz-Fanshop. In Halle. Und eine sachsen-anhaltinische Mundart – so es diese denn wirklich gibt – nachahmen. Oder sächsisch-anhaltinisch. Irgendwie. Geschickt angelernt. Aber beileibe nicht von Magdeburgern. Sondern im Selbststudium. Lernfähig eben. Als weltoffener Dresdner. Mitunter.

Derweil im Wosz-Fanshop – oder bei Tim Ticket beziehungsweise PS Union – der kurzzeitig vom HFC gestoppte Kartenvorverkauf für das Heimspiel gegen Dynamo Dresden wieder anläuft, erinnern wir uns.

“Bei der 1:2-Derbypleite gegen den FCM waren fast 4.000 Gästeanhänger im Erdgas Sportpark erschienen. Das normale Kontingent bei solch einem Sicherheitsspiel liegt bei 1.200 Tickets. So etwas soll nicht noch einmal passieren“ (Mitteldeutsche Zeitung Online, 25. Januar).

hallescherfc_25_1_16

(hallescherfc.de – Screenshot: O.M.)

Der Hallesche FC scheint lernfähig. Oder täuscht der Schein? Apropos täuschen. “Der Verkauf von maximal 4 Tickets pro Person an den o.g. VVK-Stellen erfolgt ausschließlich an HFC-Mitglieder bzw. HFC-Dauerkartenbesitzer und an Anhänger welche unserem Halleschen FC zuzuordnen sind“ (Faninformation des HFC, 25. Januar).

Aus Fehlern lernen, heißt siegen lernen. Ein Slogan, der dem HFC zuzuordnen ist? Hand in Hand mit dem Ticketing-Dienstleister. Der wiederum versichert, “dass aktuell mehr als 95 Prozent der bisher verkauften 1.169 Tickets für die Blöcke 6 bis 10 halleschen Anhängern zuzuordnen sind“. Und überhaupt: “Am Spieltag selbst erhalten Personen, welche augenscheinlich als Anhänger der SG Dynamo Dresden zuzuordnen sind, ausdrücklich keinen Zutritt für diese Blöcke auf der BWG-Tribüne“ (HFC-Faninformation).

So zuordenbar lernfähig braucht sich wohl HFC-Präsident Michael Schädlich nicht – wie nach dem letzten “Vorverkaufsdesaster“ (Mitteldeutsche Zeitung) – noch einmal bei den Hallenser Fans entschuldigen.

Wobei: “Manche Menschen sind derart perfekte Verwandlungskünstler, dass man sie ohne weiteres der Gattung des Chamäleons zuordnen könnte“ (Helga Schäferling). Aber das wäre dann schon wieder eine andere Geschichte. Abseits des Fußballs. Vielleicht. Und schwer zuzuordnen (…)

Quelle: meyview.com

Dynamo Fans vs. Migranten am Wiener Platz

Dynamo Fans prügeln sich mit tunesischen Migranten

Während man zuweilen zwischen Pogromstimmung und Notwehr bzw. Bürgerwehr lesen kann, ist die Sachlage rund um den Wiener Platz nicht ganz eindeutig. Um etwas Licht in Dunkel zu bringen, haben wir einige Meldungen zu diesem Thema in einem Medienspiegel zusammengestellt. Fakt ist aber – es gibt dort nicht erst seit diesem Wochenende ein echtes Problem mit Drogen und kriminellen Migranten aus Nordafrika.

Medien Spiegel

Am Wiener Platz ist es am frühen Samstagabend zu Ausschreitungen gekommen. Bis zu 40 Hooligans sollen Ausländer attackiert und Geschäfte angegriffen haben. Die Gruppe soll in der Tiefgaragen-Passage zwei Geschäfte attackiert haben, darunter einen orientalischen Laden. Nach Aussage des Polizeisprechers wurden auch Ausländer gejagt und angegriffen. Acht Personen wurden festgenommen. Im Einsatz waren 26 Beamte. Meldungen über Verletzte liegen noch nicht vor.

https://mopo24.de/#!nachrichten/dresden-…izei-42581

+++

Als Reaktion auf eine Auseinandersetzung, bei der zuvor mindestens eine Person am Kopf verletzt worden war, hatten sich gegen 17 Uhr etwa 40 Anhänger der Schwarz-Gelben zunächst in die Wiener-Platz-Passage begeben und anschließend bei ihrer rassistisch motivierten Suche nach den Tätern mehrere unbeteiligte Personen angegriffen und verletzt. Dabei hatten die Täter auch zwei von Migranten betriebene Geschäfte attackiert und Inventar beschädigt. Insgesamt wurden mindestens drei Menschen verletzt, eine Person musste nach Angaben der Polizei in ein Krankenhaus gebracht werden

https://www.addn.me/nazis/mehrere-mensch…-verletzt/

+++

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen hatten die Angreifer in Acki‘s Bierbar Fußball geschaut und wollten danach über den Hauptahnhof die Heimreise antreten. Vier der Männer blieben in der Passage Wiener Platz zum Biertrinken stehen. Dabei kam es zum Streit mit erkennbar ausländischen Personen, so die Polizei.

Die Angreifer zogen sich zunächst in den Hauptbahnhof zurück, kamen jedoch mit Verstärkung wieder. In einem Internet-Cafe erkannten sie offenbar ihr gesuchtes Opfer, daraufhin griffen sie die dortigen Männer mit Fäusten und Bierflaschen an. Zudem flog ein Einkaufswagen des Nachbargeschäfts in den Laden. Vier der Angegriffenen wurden verletzt, mindestens einer davon so schwer, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

dnn.de, 24. Januar 2016, 11:47

+++

[…] Der Randale vorausgegangen war laut Polizei ein Streit von vier Fußballfans, die auf dem Heimweg von Ackis Sportsbar noch Bier in der Passage tranken, mit einem Tunesier. Als dieser Verstärkung von anderen Nordafrikanern bekam, zogen sich die Fußballfans zurück. Sie rannten hoch Richtung Hauptbahnhof, wo sie sich mit dem Rest ihrer Gruppe vereinten, dann stürmten sie die Passage.

[…] Junge Männer mit Dynamo-Schals oder Sturmhauben verfolgten die Ausländer […] Nach etwa 15 Minuten traf die Polizei ein und beendete die Randale. Die Bilanz der Beamten: vier leicht verletzte Personen (ein 27-jähriger Tunesier, ein 44-jähriger Algerier, ein 39-jähriger Algerier und ein 19-jähriger Afghane). Mustafa Rami, der mit einer gebrochenen Augenhöhle ins Krankenhaus kam und es kurz darauf mit einem OP-Termin verlassen konnte, ist noch nicht mitgezählt. Die Polizei nahm sieben Tatverdächtige vorläufig fest, alles Dynamo-Fans, so ein Sprecher. Sie wurden etwa drei Stunden später wieder freigelassen. „Nach der Befragung blieben vier handelnde Personen übrig“, sagt der Sprecher am Sonntag. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruchs und schwerer Körperverletzung. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch unbekannt […]

sz-online, 25. Januar 2016

Quelle der letzten beiden Artikel: stadionfans.de

Hallescher FC: Frust und Ärger zur „Geburtstagsparty“

HFC-Fans sind sauer auf Präsident Schädlich

Denn Halle verliert nicht nur das Derby gegen den Erzrivalen aus Magdeburg zum 50. Geburtstag, nein der Präsident hatte auch noch zugelassen, dass es im heimischen Stadion zum Heimspiel für den FCM wurde. Tausende Tickets gingen nämlich im Vorverkauf unkontrolliert von der Saale an die Elbe.

Video HFC vs. FCM 1:2

(Video gefunden bei stadionfans.de)

Medien Spiegel:

(…) Während es in Stendal und Aschersleben zu Auseinandersetzungen zwischen Fans gekommen ist, gab es auch in Halle vereinzelt Probleme. Anhänger des 1. FC Magdeburg hatten in Stendal Streit gesucht. Wie die Polizei mitteilt, hätten Augenzeugen berichtet, wie mehrere Vermummte versucht haben, auf eine Gruppe Fans einzuschlagen, die ebenfalls auf dem Weg zum Spiel nach Halle waren. In Aschersleben ist es zu einem Gerangel in einer Kneipe gekommen. Dort sollen FCM-Fans Anhängern des Halleschen FC die Fan-Schals gestohlen haben.

In Halle musste die Polizei hingegen mehrfach das Aufeinandertreffen rivalisierender Fans verhindern und einige Straftaten aufnehmen. Am Rannischen Platz wurde ein Magdeburger Fan von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt. Das Opfer musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Auch im Stadion selbst wurde ein Mitarbeiter der dortigen Security angegriffen und verletzt. Der Mann wurde vor Ort ärztlich versorgt. Alles in Allem mussten laut Polizei mehrere Ermittlungen wegen Körperverletzung, Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, das Betäubungsmittelgesetz, Waffengesetz, Landesfriedensbruch und Sachbeschädigung eingeleitet werden (…)

Derby Hallescher FC gegen 1. FC Magdeburg: Magdeburger Fan wird angegriffen und schwer verletzt | Halle/Saalekreis – Mitteldeutsche Zeitung – Lesen Sie mehr auf:
http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/derby-hallescher-fc-gegen-1–fc-magdeburg-magdeburger-fan-wird-angegriffen-und-schwer-verletzt,20640778,33591096.html#plx1348801039

+++

[…] Hundert Fans prügelten sich am Hauptbahnhof, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) berichtet. Gegen 9:50 Uhr waren demnach am Bahnhof ca. 70 vermummte Gästefans auf etwa 30 Hallenser Anhänger gestoßen. Die Fans gingen aufeinander los. Ein Fahrgast in einem Zug filmte die Prügelei, die Macher der Facebookseite „Ultras & Hooligans Deutschland“ stellten das Video online.

Die radikalen Fans schlugen heftig zu, ein am Boden liegender Mann wurde mehrfach geschlagen. Bei den Auseinandersetzungen sei es zu mehreren Körperverletzungen gekommen, ein Beamter musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er wurde an Nase und an der rechten Hand verletzt.

Die Anhänger reisten nach den Ausschreitungen weiter nach Halle, wo die Bundespolizei die Identitäten mehrerer Personen feststellte […]

mopo24.de, 25. Januar 2016, 08:40

Während nun der Hallesche FC weiterhin im Mittelfeld der 3.Liga herum dümpelt, kann der FC Magdeburg nach dieser wichtigen Partie weiterhin vom Aufstieg in die 2.Bundesliga träumen…