Ostvereine News #2

Aktuelle Fußball Meldungen aus der Region Ostdeutschland

Derzeit gibt es wieder mehr Schatten als Licht im ostdeutschen Fußball. Ein paar positive Meldungen gibt es dennoch. Hier ein Überblick der aktuellen Geschehnisse .

Schlagzeilen Pressespiegel Ostvereine

Magdeburg mit Stadion-Problemen: Der 1. FC Magdeburg rechnet frühestens für den kommenden Sommer mit einer Lösung für die Statik-Probleme in der Magdeburger Arena. Präsident Peter Fechner begründete dies bei MDR SACHSEN-ANHALT damit, dass Bauvorhaben noch ausgeschrieben werden müssten. Die Kommunen hätten dafür sehr enge Spielräume. Bis dahin vertraut der Präsident des 1. FC Magdeburgs auf das Verständnis der Fans. Kein Fußballanhänger wolle sich selbst in Gefahr bringen. Jedoch wollten die Fans Klarheit, dass eine gemeinsame Lösung gefunden werde.

Chemnitzer Finanzkrise: Unterdessen wird beim Drittligisten an einem Sanierungskonzept gearbeitet. Zur Schließung des Finanzlochs der Himmelblauen sei auch ein Benefizspiel denkbar, ließ Vorstandsvorsitzender Mathias Hänel auf „Freie Presse“-Anfrage durchblicken. „Das ist ein interessanter Gedanke, wenn er sich denn realisieren lässt“, sagte Hänel. Auch aus Sicht von Sportdirektor Beutel ist dies eine Idee, „die man auf keinen Fall ausschließen sollte“. Konkret darüber gesprochen habe man im Verein noch nicht.

Erzgebirge Aue beendet Vorstandskrise: Es war eine turbulente Mitgliederversammlung am Samstag in Aue. Es ging hoch her – und war erst nach knapp fünf Stunden vorüber. Tage später meldete sich Helge Leonhardt zu Wort. „Die Priorität für den Verein“, sagte der Präsident des Aufsteigers, „ist die Fortsetzung des geordneten Tagesgeschäfts und die Vermeidung von Chaos.“ Ihn und seinen Bruder Uwe, der im Aufsichtsrat der Veilchen sitzt, hatten die Mitglieder mit schweren Vorwürfen der Vetternwirtschaft konfrontiert.

Dresden mit Invasion in München: So wie für manch einen die Insel Mallorca das 17. Bundesland Deutschlands ist, sehen Dynamo-Fans in der Partie bei 1860 das 18. Heimspiel der Saison. Nicht nur, dass am Samstag rund 15.000 Schwarz-Gelbe in der Allianz Arena dabei sein werden, auch die dortige Punkteausbeute kann sich sehen lassen.

Hallescher FC zu geringer Zuschauerschnitt: „Wir liegen unter den Erwartungen“, moniert Manager Ralph Kühne in der „Bild“. So zog das Topspiel gegen den VfL Osnabrück am 29. Oktober lediglich 6.029 Fans an. „Das ist ein Stück weit eine Enttäuschung“, so Kühne, laut dem das Spiel acht bis zehntausend Zuschauer verdient gehabt hätte. Doch selbst die Ost-Duelle gegen Chemnitz (8.700) und Rostock (8.600) waren im Vergleich zu den Vorjahren nur schwach besucht. Der Negativrekord in der bisherigen Saison wurde beim Spiel gegen den FSV Frankfurt am 17. September aufgestellt, als lediglich 5.798 Fans ins Stadion gekommen waren. Zum Vergleich: Das Test- bzw. Jubliäumsspiel gegen Borussia Dortmund lockte 14.000 (!) Zuschauer an.

Union Berlin wächst weiter: Mehr Umsatz (31,2Millionen Euro), mehr Gewinn (390 000 Euro), mehr Mitglieder (13828), mehr Zuschauer pro Spiel (21433), mehr Sponsoren (346). Für die laufende Spielzeit werden weitere Steigerungen vorausgesagt. Union ist ein prosperierendes Unternehmen. Nur konsequent, dass der Verein nun den Ausbau des eigenen Stadions anstrebt. Und das, obwohl die Alte Försterei erst 2013 mit einer neuen Haupttribüne ausgestattet wurde. Rund 22 000 Plätze bietet das Stadion derzeit, die sind aktuell bei Heimspielen fast immer belegt. An Karten zu kommen ist nicht immer leicht, vor allem wenn Spitzenspiele wie zuletzt gegen Hannover oder Stuttgart anstehen.

 

Ostfußball ala 11Freunde

11Freunde Redaktion wagt sich mal wieder an den Ostfußball ran

...und Meyview.com hat´s für – naja (fast) gut befunden. Aber das will schon was heißen – 

(…) Anfang September 2016 wurde vom fußballkulturellen Magazin wieder einmal eines seiner Sonderhefte publiziert: “11Freunde Spezial: DDR – Fußball im Wilden Osten“. Gewissermaßen ein Muss für die Leserschaft in den östlichen Bundesländern. Obwohl die Berichte des Magazins seit alledem nicht als besonders ost-lastig gelten. Blickrichtungen können sich ändern. Früher oder später. Wann auch immer.

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(Faksimile: O.M.)

Was bleibt? Von dieser “anderen Perspektive“? Einiges. Viel. Leise Vorurteile wurden mitnichten bestätigt. Ja. Denn das 11Freunde Spezial DDR ist durchaus gelungen. Informative Geschichten in der Geschichte. Bis ins Heute. Spannend. Bilder über Bilder. Bekannte und unbekannte. Sehenswert. Lesenswert.

Eine Frage allerdings steht nach der Heftlektüre im historischen Raum. Muss die jüngere deutsche Vergangenheit korrigiert, etwa umgeschrieben werden?

In diesem 11Freunde Spezial DDR porträtiert Alex Raack – von Seite 66 bis 71 – Wolfgang ’Wolle’ Großmann. “Eine Geschichte über Liebe, Treue und Grenzerfahrungen“. Ausführlich. Bis ins Detail.

“(…) Wolle wird so häufig von der Stasi verhört, dass er heute gar nicht mehr weiß, wie oft das stattfand. Er liefert den Behörden gute Gründe, ihn im Auge zu behalten. Nachts klaut er mit Freunden DDR-Fahnen von den Masten und trennt Hammer, Meißel und Sichel mit einer Rasierklinge so geschickt vom Stoff, dass beim nächsten Dynamo-Spiel eine Fahne der BRD im Stadion zu sehen ist (…)“

Sichelscharfe Worte wie in Stein gemeißelt. Ein verblichenes Staatssymbol des Bündnisses von Arbeitern, Bauern und Intelligenz beschreibend. Oder irgend etwas. “Die märchenhafteste aller Geschichten ist die der Geschichte“ (Julian Nasiri). Es war nicht alles schlecht …

Trotz alledem, liebe 11Freunde, Chapeau – im Pianissimo – für dieses Heft. Und über Hammer, Zirkel und Ährenkranz können wir ja noch mal konversieren.

“Worüber reden wir eigentlich, wenn wir über deutsche Fußballgeschichte reden?“ [Aus dem Intro zu 11Freunde Spezial: DDR – Fußball im Wilden Osten, September 2016].

Post Scriptum – Nota bene klingt ’Das war der Wilde Osten’ irgendwie nach Rolf Zacher in der Fortsetzung von Go Trabi Go. Aber das wäre dann schon wieder eine ganz andere Geschichte (…)

alles lesen: meyview.com

Keine Olympiade bei ARD und ZDF – Pensionen Schuld?

Olympische Spiele nicht mehr beim Öffentlich-rechtlichem TV

Kurz und knapp war die Meldung: Die Verhandlungen sind gescheitert. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF berichten von 2018 bis 2024 nicht mehr live von den olympischen Wettkämpfen. Stattdessen wird der Spartensender Eurosport in Deutschland die Spiele übertragen. Sprich  es wird zu teuer – und dass, obwohl jedes Jahr rund 8 Mrd. Euro über die GEZ in die Kassen der beiden Sendeanstalten gespült werden.

Nun könnte man ja meinen, die deutschen Zuschauer würden zumindest von den eingesparten Kosten in Höhe  von 150 Millionen Euro für Olympia profitieren. Doch so einfach ist das nicht, denn das Geld fehlt an anderer Stelle. Noch schlimmer, die Gebührenzahler sollen schon bald noch mehr in ein Fass ohne Boden blechen:

(…) Die Betriebsrenten müssen bezahlt werden. Bei stark gesunkenen Zinsen und damit gesunkenen Erträgen aus dem angesparten Kapital ist das schwierig. Allein die ARD-Anstalten müssen in den kommenden vier Jahren laut ihrer Finanzplanung knapp 1,4 Milliarden Euro an Pensionen auszahlen. Dazu kommen noch die Rückstellungen, die für künftige Rentner gebildet werden, so dass für die Altersversorgung insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in vier Jahren kalkuliert sind. Wie groß die Lasten einmal werden, kann man an den Rückstellungen der Sendeanstalten ablesen. Die ARD allein hat insgesamt 7,4 Milliarden Euro auf der hohen Kante für künftige Pensionen, ZDF und Deutschlandradio zusammen noch einmal eine Milliarde. Und es wird immer mehr angespart (…)

Olympic-flag-Victoria

Zu sehen sind die Olympischen Spiele nun bei den Spartensendern Eurosport und DMAX. Für den Sportfan im Prinzip keine schlechte Entscheidung, wenn Sport auch bei echten Sportsendern läuft. Bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern darf man sich hingegen nun wieder auf das Wesentliche konzentrieren – nämlich politisch-korrekte Berichterstattung aus den zahlreichen Funkhäusern…

Chemnitzer FC: Projekt 10.000 plus X

Chemnitzer Fans kämpfen für ihren Verein – Aktion soll helfen

Während von verantwortlicher Stelle immer noch nicht viel zu hören ist, machen die Chemnitzer Fans bereits Nägel mit Köpfen. Zum nächstem Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg sollen mehr als 10.000 Zuschauer ins neue Stadion an der Gellertstraße kommen. Ein emotionaler Trailer soll dabei möglichst helfen. Fans von außerhalb, welche an diesem Tag nicht in Chemnitz weilen, können ihre Tickets an folgende Adresse schicken, wo sie an bedürftige oder sozial-schwache Anhänger gerne weitergeleitet werden.:

Adresse:
Fanszene Chemnitz e.V.
Rembrandtstraße 47
09111 Chemnitz

Mail: info@fanszene-chemnitz.de

(…) Der CFC verfügt aktuell über ein für einen in der 3. Fußballbundesliga spielenden Verein übliches Budget in Höhe von ca. 7 Mio. EUR p. a. Der CFC befindet sich offensichtlich in einer ernsten wirtschaftlichen Schieflage, in der er dringend Hilfe von verschiedenen Seiten benötigt. Ohne diese besteht das Risiko weitreichender Auflagen und Strafen des Deutschen Fußballbunds e. V. (DFB) bis hin zur Gefahr für den Profispielbetrieb (…) [ostfussball.com]

Nun muss der Stadtrat am 7. Dezember über die Hilfe durch die Stadt Chemnitz entscheiden. Doch schon jetzt scheint aber ziemlich klar, dass es Unterstützung aus dem Rathaus geben wird. Denn keiner glaubt wirklich daran, dass man den CFC samt dem neuen Stadion in die Tiefen der Regionalliga schickt. Letzteres gehört übrigens der Stadt, welche damit ihre eigenen Einnahmen, für vermutlich einen längeren Zeitraum, drastisch dezimieren würde.

Noch besser – mit einem Aufstieg in die 2. Bundesliga wären zumindest kurzfristig alle aktuellen Finanzprobleme beseitigt. In der Liga stehen die Westsachsen derzeit nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter auf dem Relegationsplatz. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg…

3.Liga: 1. FC Magdeburg vs. Hallescher FC – live

Das Ostderby zwischen Magdeburg und Halle gibt es live im TV

Da nun das Stadion leider wegen einer Sperrung durch die Stadt Magdeburg aufgrund bautechnischer Probleme leer bleiben wird, ist zumindest die Liveübertragung beim „mitteldeutschen Heimatsender“ ein kleiner Trost-punkt für alle ostdeutschen Fußballfans. Hier also die letzten Infos zum Geisterspiel – 

Letzte Meldungen:

Magdeburg: (…) „Wir haben die Probleme um die Statik im Stadion natürlich mitbekommen. Die Entscheidung ist sehr heftig“, sagte Marius Sowislo mit ernster Miene. „Fußball hat mit Emotionen zu tun. Wir leben in unseren Heimspielen von den Fans, die uns immer helfen, ein paar Prozente mehr Leistung herauszukitzeln“, erklärte der 34-Jährige vor dem Duell mit dem Nachbarn. Ohne Emotionen gehe das Duell aber trotzdem nicht über die Bühne, versicherte Sowislo. „Das Spiel ist längst als Derby im Unterbewusstsein abgespeichert.“

„Das ist Wahnsinn, diese Saison bleibt uns aber auch nichts erspart“, sagte Härtel. Der Trainer flüchtete sich ein bisschen in Sarkasmus und erinnerte an die beiden Testspiele in der Saisonvorbereitung gegen die beiden Regionalligisten SV Babelsberg (2015/16) und Wacker Nordhausen (2016/17), die beide unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. „Wir kennen also die Atmosphäre im leeren Stadion. Und wir haben beide Spiele gewonnen“, sagte Härtel (…) [volksstimme.de]

Stadion Magdeburg

Halle: (…) Unter der Rubrik „Stichwort“ widmet sich hallscherfc.de künftig wöchentlich einem Thema rund um den HFC. Heute geht es um das unschöne Kuriosum „Geisterspiele“. Welcher Themen sollen wir uns in Zukunft annehmen?

Zweieinhalb „Geisterspiele“ gab es bisher mit Beteiligung des Halleschen FC. Das erste am 14. Oktober 2006 in der NOFV-Oberliga, als gegen Jena II keine Zuschauer zugelassen waren. Wenig später spielte der HFC in Zwickau am 26. November 2006 vor leeren Rängen und war nochmal von einem Teilausschluss betroffen, als am 13. April 2008 gegen Meuselwitz nur 1000 Fans dem Heimspiel des HFC beiwohnen durften. Am Sonnabend in Magdeburg folgt nun der nächste „Supergau“, ein Derby der 3. Liga ohne Unterstützung von den Rängen (…) [hallescherfc.de]

Allerletzte Meldung: 

Das weitere Ostderby des aktuellen Spieltag der 3.Liga zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und dem Chemnitzer FC gibt es als Livestream im Internet.

Chemnitzer FC droht Einstellung des Profispielbetriebes

3,1 Millionen Loch im Haushalt des Chemnitzer FC

Noch bei der letzten Mitgliederversammlung war von einer schwarzen Null im Haushalt des Chemnitzer FC die Rede. Innerhalb weniger Monate soll sich nun ein riesiges finanzielles Loch beim Drittligisten gebildet haben. Hat hier der Aufsichtsrat etwa völlig versagt? 

Neubau Südtribüne Stadion Gellertstraße

Am 7. Dezember wurde das Thema nun auf die Punkte der Stadtratssitzung genommen:

(…) Der CFC verfügt über ein für einen in der 3. Fußballbundesliga spielenden Verein übliches Budget in Höhe von ca. 7 Mio. EUR p. a. Der CFC befindet sich offensichtlich in einer ernsten wirtschaftlichen Schieflage, in der er dringend Hilfe von verschiedenen Seiten benötigt. Ohne diese besteht das Risiko weitreichender Auflagen und Strafen des Deutschen Fußballbunds e. V. (DFB) bis hin zur Gefahr für den Profispielbetrieb. Bereits im Zuge des Stadionbaus wurden bei der weithin auf ehrenamtlichen Strukturen ausgerichteten Arbeitsweise Defizite im organisatorischen Aufbau sichtbar. Aus Fürsorge gegenüber dem Verein hat die Stadt den CFC mehrfach, zuletzt schriftlich im April 2016, aufgefordert, seine Vereinsstrukturen zu professionalisieren. Über die Ursachen, die zur Entstehung dieser Situation führten, wird in den Gremiensitzungen durch die Vertreter des CFC ausführlich berichtet werden (…) [stadt-chemnitz.de]

ZDFinfo: Wie Calmund & Co. den Ostfußball zerstörten

Doku – der Ausverkauf des DDR-Fußballs

Wer die Dokumentation „Ost-Fußball im Ausverkauf – die Deals der Wendejahre“ auf ZDFinfo am letzten Sonntag im TV leider verpasst hatte, kann nun online noch bis 20.11.2017, 18:45 gratis anschauen – 

(…) Reiner Calmund wittert eine Riesenchance: „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen.“ Schon 37 Tage nach dem Fall der Mauer ist der erste Transfer eines DDR-Fußballers in die Bundesliga perfekt: Andreas Thom kommt in den Westen.

zdfinfo

Der Ausverkauf des DDR-Fußballs

In der DDR sind Verträge und Transfersummen für Fußballer kein Thema. Im Sozialismus ist der Wechsel zwischen Vereinen nicht vorgesehen, Transfers in den Westen schon gar nicht. Im September 1989 reagiert der DLV und entwickelt in Windeseile international gültige Verträge, die auch Ablösesummen vorsehen. So findet der Ausverkauf des DDR-Fußballs zumindest nicht zum Nulltarif statt. Und Calmund wird bei weiteren Deals mit Kirsten und Sammer wird von Kanzler Kohl gestoppt. Nicht nur Bayer Leverkusen soll von den Talenten aus dem Osten profitieren. Ausverkauf und Chance: Wolf-Christian Ulrich erzählt spannende deutsch-deutsche Fußballgeschichte der Wendetage (…)

Foto und Text: zdf.de

1. FC Magdeburg: Stadion bald mit Hüpfverbot?

Hüpfende FCM-Fans – bald Spielabbruch durch die Bauordnungsbehörde

Na wer hätte vor dem Bau der MDCC-Arena in Magdeburg schon mal bei den Planungen daran gedacht, dass Fans auf den Tribünen eventuell auch mal hüpfend ihre Mannschaft unterstützen –  wahrscheinlich niemand?!

Wie nun die Volksstimme aktuell berichtet, ist jetzt plötzlich die Rede von einem strikten Hüpfverbot.  Oberbürgermeister Lutz Trümper schließt sogar einen Spielabbruch durch die Bauordnungsbehörde nicht mehr aus.

Bereits im August hatte es erste Hinweise gegeben, dass sich durch das rhythmische Hüpfen der Magdeburger Fußballfans die Bausubstanz der Arena deutlich verschlechtert hatte.  Daraufhin hatte die Stadt Magdeburg ein Gutachten in Auftrag gegeben, das darstellen soll, wie hoch die Schwingungen der Tribünen wirklich sind. Bisher ist in Sachen Gutachten allerdings noch nichts passiert und das Lösen von Fertigteilen kann nicht mehr ausgeschlossen werden.

MDCC-Arena

Ist nun nach gerade mal 10 Jahren das stadteigene Stadion schon erneut eine Bauruine? Erst Ende November 2006 wurde das neue Magdeburger Fußballstadion nach den Planungen der Dortmunder Architekten Schröder Schulte-Ladbeck fertiggestellt und an die Landeshauptstadt übergeben. Sowohl die Licht- als auch Tonanlagentests verliefen erfolgreich und so wurde die neue Heimspielstätte des 1. FC Magdeburg am 10. Dezember 2006 feierlich mit dem Tag der Offenen Stadion-Tür eröffnet.

FCM-Hooligans distanzieren sich von Ultra-Pakt

Nach dem Tod von Hannes hatten sich die Ultras aus Magdeburg und Halle auf eine Art „Waffenstillstand“ verständigt. Beide Seiten wollen auf den Besuch der beiden anstehenden Sachsen-Anhalt-Derbys verzichten. Die FCM-Hooligans interessiert das Ultra-Abkommen zu den beiden Derbys jedoch nicht! Folgendes Schreiben kursiert dazu derzeit bei Facebook:

(…)  Die alte Garde und die Hooligans der Vereine 1.FC Magdeburg, BFC Dynamo Berlin und Braunschweig, werden entgegen einer Erklärung von Angehörigen der beiden Ultra Gruppen zu dem Auswärtsspiel nach Halle reisen, um unseren Verein zu Supporten und entsprechend Flagge zeigen. Für uns hat sich zu keinem Zeitpunkt die Frage gestellt, die Anreise nach Halle nicht anzutreten, denn das Derby dieser beiden Mannschaften stellt eines der Höhepunkte innerhalb der Fußballsaison dar. Wir können darüber hinaus nicht nachvollziehen, dass die Ultras ein weichgespültes Abkommen mit dem Erzfeind Halle schließen.

Der HFC ist traditionell ein Scheißverein und unser Erzfeind, daher haben wir in der Vergangenheit keine Gespräche geführt und werden es auch in der Zukunft nicht tun. Gemäß dem Slogan: “ Alle gegen Halle“, werden wir gemeinsam und fest entschlossen Alle jetzt erst recht nach Halle fahren. Mit dem Tod von Hannes gab es einen traurigen Moment innerhalb der Fanszene in Magdeburg, dennoch sollten wir nicht in Schockstarre verfallen und Trübsal blasen, sondern uns vielmehr auf kommende Ereignisse und Aufgaben vorbereiten.

Die Sprecher der Ultraszene in Magdeburg haben keinen Einfluss auf die aktive und seit Jahren gewachsene Hooliganszene in Magdeburg und somit ist diese Erklärung für uns unwirksam und keineswegs hinnehmbar. Gemeinsam mit unseren Freunden aus Berlin und Braunschweig haben wir uns auf eine gemeinsame Anreise nach Halle beim Rückrundenspiel verständigt (…) [stadionfans.de]

Deutsche Sportlotterie: Nach Flop nun Neustart

Lotterie, welche Sportler in Deutschland unterstützen soll

Die Deutsche Sportlotterie wagt nach dem Flop des vergangenen Jahr nun einen Neuanfang. Die neue Kampagne der Deutschen Sportlotterie steht unter dem Motto „Spiel für mich! Gewinn für Dich! Bis zu 1 Mio. Euro“.

Eigentlich ist die Sportförderung bereits bei den staatlichen Lotterien eingeschlossen. Deshalb erschließt sich der Sinn dieser weiteren Lotterie für den neutralen Beobachter nicht so richtig. Zumal nun der staatliche Betreiber Lotto Hessen 77 % der Anteile besitzt und explizit auf Unabhängigkeit von Politik auf deren Webseite hingewiesen wird? „Die gemeinnützige Deutsche Sportlotterie arbeitet unabhängig von Politik und Sportverbänden.“

dsl_logo_quer[…] Die Deutsche Sportlotterie stellt sich jetzt neu auf: Mit einer radikal vereinfachten Spielformel, einem verdoppelten Hauptgewinn und einer gezielten Kampagne, die auf die Bedürfnisse der deutschen Spitzenathleten hinweist. Gesellschafter Philipp Lahm wandte sich auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Neuerungen in München vor allem an die deutschen Landeslotteriegesellschaften, ihr Vertriebsnetz für die Deutsche Sportlotterie und die damit verbundene, breite Sportförderung zu öffnen. Seit Februar profitieren bereits zehn Sportler aus den ersten verfügbaren Erträgen der Deutschen Sportlotterie. Darunter auch die in München anwesenden Gold- und Bronzemedaillengewinner von Rio, Sebastian Brendel (Kanu) und Artem Harutyunyan (Boxen)[…]  Text & Quelle

Wie hoch ist die Auszahlungsquote bei der Deutschen Sportlotterie?

Lediglich 31 Prozent werden als Gewinne wieder ausgeschüttet. Dies ist in etwa auf dem schwachem Niveau der anderen staatlichen Lotterie-Angebote. Nimmt man die zusätzlichen Gebühren von weiteren 50 Cent pro Tipp bei dieser Rechnung noch hinzu, ergibt sich sogar noch ein schlechterer Wert bei der Auszahlungsquote. Glücksspiele privater Anbieter im Internet bieten im Vergleich dazu durchschnittlich 96%.

Laut Informationen sollen zudem 30 Cent je 1 Euro an die Athleten und die NADA gehen, 17 % werden als Steuern abgeführt und 22 % für tatsächliche Kosten wie Transaktionsgebühren, Werbung, Betriebskosten, Partnerprogramme, Provisionen für Vereine und Sponsorings einbehalten, so zumindest findet man Infos dazu auf Wikipedia.de

Fazit: Schwaches Angebot für Spieler im Vergleich zu anderen privaten Glücksspiel-angeboten im Internet, auch wenn die Förderung von Sportlern an sich eine gute Sache ist. Dafür gibt es zumindest einen Pluspunkt bei der Bewertung.

Bewertung: 1/5 – leider nicht zu empfehlen.

Ostfussball (k)ein Mythos