Hoffenheim vs. Red Bull Leipzig – Bundesliga Anno 2016

Betriebssportgemeinschaften der DDR feiern Auferstehung

So schnell kann es gehen. Nachdem in der deutschen Politik 27 Jahre nach dem Mauerfall nun endlich der Sozialismus zurückgekehrt ist, durfte auch der nächste Schritt in Sachen DDR-Fußball nicht fehlen. Denn auch das ehemalige Auslaufmodel Betriebssportgemeinschaft (BSG) hat sich hierzulande wieder durchgesetzt.

Und was das Politbüro in Frankfurt / M. zum 10 Jahresplan in 2006 beschlossen hatte, ist nun endlich Realität.  Die BSG Rote Brause Leipzig (Getränkekombinat Fuschl) darf unsere Region nun in der Oberliga (1. Bundesliga) in dieser Spielzeit vertreten. Etliche Delegierungen an die Pleiße und der Bau einer volkseigenen Sitzplatzarena haben damit ihre volle Wirkung erzielt.

Bundesarchiv Bild 183-J1231-1002-002 Walter Ulbricht, Neujahrsansprache

Gleich am ersten Spieltag kommt es dabei zum absoluten Highlight bei der BSG SAP Hoffenheim.  Etwa 500 Schlachtenbummler des OFC Komsomol aus der Messestadt werden auswärts zu diesem Event erwartet. Weitere spannende Duelle gibt es dann gegen so namhafte Genossinen und Genossen wie Telekom, Bayer, Audi und VW sowie viele andere Kombinats-Mannschaften der Republik.

Nur noch wenige urkapitalistische Vereine, so genannte e.V.,  sind somit im deutschen Oberhaus vertreten.  Doch auch diese allerletzten Auswüchse des marodierenden Imperialismus werden schon bald von der Bildfläche verschwunden sein und Platz für den „modernen Fußball“ machen. Erich Honecker agitierte zu recht: „Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf!“

Ewiggestrige Anhänger, auch Ultras genannt, wird es dann nicht mehr in den Kurven geben. Diese subversiven Elemente stören ohnehin nur mit lauten Sprechchören sowie kritischen Spruchbändern und zünden zuweilen sogar Silvesterartikel außerhalb der genehmigten Zeiten. Um die Stimmung im Stadion angemessen zu gestalten, wurde auf der „Messe der Meister von Morgen“ das Model Klatsch-pappe erstmals  aus PVC (Polyvinylchlorid) aus Leuna vorgestellt.

In diesem Sinne – vorwärts und nicht vergessen…

Glücksspiel sprudelt Millionen in ostdeutsche Vereine

Glücksspielwerbung für Fußballvereine im Osten immer lukrativer

Online Casinos, Poker, Bingo, Lotto und Sportwetten von privaten Anbietern im Internet sind immer öfter Sponsor von ostdeutschen Teams aller Ligen. Grund ist der nicht vorhandene Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland. Zwar wurde von staatlicher Stelle ein so genannter „Vertrag der Bundesländer“ (außer Schleswig-Holstein) erlassen, dieser wurde jedoch Anfang 2016 bereits zum dritten Mal durch den EuGH gekippt.

Somit gibt es hierzulande weder staatliche Regulierung noch sonstige Beschränkungen in diesem stetig wachsendem Markt. Ein absolutes Trauerspiel deutscher Politik, was man momentan leider auch in vielen anderen Bereichen unser völlig unfähigen Regierung bemängeln muss. In Sachen Glücksspiel gibt es aber zumindest einige Nutznießer – nämlich unsere Fußballvereine. Wir möchten daher an dieser Stelle auf die verschiedenen Unterstützer von der 1. Bundesliga bis in den Amateurbereich etwas genauer eingehen und beleuchten:

  1. Bundesliga: RB Leipzig – Tipico (Online Casino, Sportwetten, Livewetten, Live Casino Spiele)

2. Bundesliga: SG Dynamo Dresden – Betway ( Online Casino, Sportwetten, Poker, Bingo, Live Casino)

2. Bundesliga: 1. FC Union Berlin – Betway ( Online Casino, Sportwetten, Poker, Bingo, Live Casino)

3. Liga: Chemnitzer FC – Wettbasis (Sportwetten, Livewetten, Fußballwetten)

3. Liga: FSV Zwickau – Tipico (Online Casino, Sportwetten, Livewetten, Live Casino Spiele)

Andere : SFV (Sächsischer Fußballverband) – Tipico (Online Casino, Sportwetten, Livewetten, Live Casino Spiele)

Aber auch die staatlichen Anbieter mischen kräftig „im Sinne des Spielerschutzes“ mit massiver Werbung für ihr Glücksspiel bei ostdeutschen Vereinen mit. So unterstützt zum Beispiel Lotto die Vereine Hallescher FC und FC Energie Cottbus. Gut für die Teams – schlecht für die zahlreichen Spielsucht Schicksale dahinter.

Frauenfußball: Boykott von RB Leipzig

Bischofswerdaer FV tritt nicht gegen RB Leipzig an

Der Sächsische Fußballverband bekommt nun endlich Druck von seinen Vereinen in Sachen RB Leipzig. Was im Männerbereich einfach vom Verband pro Red Bull durch gewunken wurde, scheint beim Frauenfußball so nicht mehr zu funktionieren. Mit dem Bischofswerdaer FV boykottiert nun erstmals ein Verein ein Meisterschaftsspiel gegen die deutschlandweit-unbeliebten „Dosen“. Andere Damen-Teams werden laut unseren Informationen „solidarisch“ nachziehen, sollte der sächsische Fußballverband nicht reagieren:

bfv08(…) Der Nichtantritt gegen die Frauenmannschaft von RB Leipzig richtet sich nicht gegen die Spielerinnen und auch nicht gegen den Verein.

Der Nichtantritt erfolgte, weil gegen die Leitlinien des DFB, denen sich der Sächsische Fußballverband verpflichtet fühlen sollte und

welche auch die ethischen Grundlagen des Bischofswerdaer Fußballvereins 1908 sind – Respekt und Fairplay – verstoßen wurde.

(1) Die Begründung zur Eingliederung der Spielgemeinschaft LFC 07/RB Leipzig, vorgetragen durch Frau Kühn von RB Leipzig,

war die Grundlage für das Abstimmungsverhalten zur Staffeltagung des SFV. Mit einer ehemaligen B-Spielerin in der Startelf

wurde der Grund, den sieben B-Mädchen von RB Spielpraxis zu gewähren, nicht erfüllt.

Der SFV lässt hier den Vereinen den nötigen Respekt gegenüber vermissen, in dem, trotz Hinweise im Vorfeld durch offene Briefe

mehrerer Vereine, keine klare Stellung bezogen wurde. Durch den Wegfall der Begründung zur Aufnahme in die Landesliga hat

sich eine neue Sachlage ergeben, welche eine erneute Abstimmung notwendig gemacht hätte.

(2) Der BFV 08 unterstützt die Übernahme des Leistungszentrums vom FFV Leipzig durch RB Leipzig. Eine Übernahme der

ersten Frauenmannschaft des FFV Leipzig durch RB Leipzig in der Regionalliga wäre die logische Konsequenz.

Die fast komplette Eingliederung von Spielerinnen mit Erst- und Zweitligaerfahrung in die Landesliga stellt

eine Wettbewerbsverzerrung dar und entspricht in keiner Weise dem Gedanken des Fairplays.

Auch hier ist der SFV seiner Verantwortung allen Vereinen gegenüber für einen sportlich fairen Wettbewerb zu sorgen nicht gerecht geworden (…)

Foto & Text: [bfv08.de]

 

FSV Zwickau vs. Hamburger SV – erneute Pyroeinlage

Pyrotechnik beim DFB-Pokal – Verbot bringt nichts?

Doch es bringt dem DFB jede Menge Einnahmen durch ausgesprochene Strafen, sonst aber rein gar nichts. Denn die Ultras der Vereine halten sich ohnehin nicht an das Pyroverbot in deutschen Stadien. Ganz im Gegenteil, in den letzten Jahren haben die Aktionen mit Rauch und Bengalos trotz  Untersagung und Urteilen ständig zu genommen. So auch gestern wieder beim DFB Pokalspiel des FSV Zwickau gegen den Hamburger SV im neuen Zwickauer Stadion.

Vor Anpfiff des gestrigen Pokalspiels in Zwickau zündeten Ultras des Hamburger SV bunten Rauch. Dazu wurden im gesamten Gästeblock Plastikfahnen mit der HSV-Raute geschwenkt. In der zweiten Halbzeit wurde zudem eine Pyroshow mit roten bengalischen Fackeln gezeigt. Der HSV gewann das Pokalspiel in Zwickau mit 0:1.

Zwar haben in diesem Fall die Fans des HSV gezündelt,  doch die Strafe wird sicherlich wieder paradoxerweise beiden Vereinen aufgebürdet. Denn das ist gängiger Alltag beim altehrwürdigen DFB-Sportgericht. Ein unerträglicher Zustand, welcher endlich samt des Pyrotechnik-Verbotes im Einklang mit den gesetzlichen Möglichkeiten abgeschafft werden sollte. Pyrotechnik ist kein Verbrechen! Und ein kontrolliertes Abbrennen sollte auf jeden Fall möglich sein. Die Vorschläge dazu gab es schon vor Jahren und würden das Verhältnis zwischen Fans und Verband endlich wieder entspannen.

1. FC Magdeburg vs. SG Eintracht Frankfurt – Medienspiegel

Ein medialer Rückblick auf das brisante DFB-Pokalspiel am gestrigem Tag in Magdeburg

Rauchbomben, Pyro und Rengalos aus dem Frankfurter Gästeblock führten zu einer Provokation der Magdeburger Anhänger zu Beginn der 2.Halbzeit. Diese versuchten darauf den Platz zu stürmen, was zu einer kurzzeitigen Spielunterbrechung führte. Nun droht der SGE, aber auch dem FCM sicherlich eine Hohe Strafe durch den DFB.

(…) Die zweite Halbzeit im im DFB-Pokalspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Eintracht Frankfurt hatte gerade begonnen, als plötzlich Rauch im Stadion von Magdeburg aufstieg. Eintracht-Fans hatten Rauchbomben und Leuchtraketen gezündet, offenbar auch in Richtung der Anhänger des 1. FC Magdeburg.

Einige von ihnen fühlten sich dadurch scheinbar provoziert und versuchten, den Rasen zu stürmen. Das konnte die Polizei, die binnen weniger Sekunden im Innenraum war, aber verhindern. Schiedsrichter Markus Schmidt unterbrach die Partie und schickte beide Mannschaften in die Kabine. Nach knapp elf Minuten hatte sich die Lage wieder beruhigt, so dass das Spiel fortgesetzt werden konnte (…) [stadionfans.de]

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SKY auf Youtube:

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Zu Beginn der zweiten Hälfte waren aus dem Gästeblock der etwa 2.300 Eintracht-Fans zunächst dunkle Rauchschwaden aufgestiegen. Wohl um die Sicht auf jene Chaoten zu vernebeln, die kurz darauf Raketen in den benachbarten Familienblock der Magdeburger schossen. Die Feuerwerkskörper landeten inmitten der FCM-Fans und explodierten krachend. Menschen flüchteten aus dem Stadion, die Polizei marschierte auf. „Kurzzeitig Angriffe auf Polizeibeamte im Pufferblock“, twitterte die Magdeburger Polizei. [spon.de]

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Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit flogen aus dem Gästeblock Leuchtraketen auf die Gegentribüne, wo auch Familien und Kinder saßen. Der Magdeburger „Block U“ versuchte daraufhin, den Platz zu stürmen, konnte erst durch die Polizei zurückgedrängt werden. Die Partie wurde minutenlang unterbrochen.  [mz-web.de]

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„Das sind Szenen, die wir nicht sehen wollen. Die Polizei hat gut reagiert und deeskalierend gewirkt“, sagte Fredi Bobic, der neue Vorstand Sport beim Fußball-Bundesligisten aus der Main-Metropole. Auch Magdeburgs Trainer Jens Härtel sprach von „unwürdigen Bildern“. Näher wollte er aber nicht auf die Zwischenfälle im Stadion eingehen. „Sonst bekommen diese Chaoten noch mehr Schlagzeilen“, erklärte er.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste die Begegnung für gut zehn Minuten unterbrochen werden, weil aus dem Frankfurter Block Leuchtraketen direkt in die Zuschauerränge geschossen wurden. Die Polizei konnte aufgebrachte Magdeburger Anhänger daran hindern, den Platz zu stürmen. Die örtlichen Beamten teilten später mit, dass einige Familien wegen der Zwischenfälle das Stadion verlassen hätten. (op-online.de]

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Um es nach Ultras.ws Manier säuberlich aufzuarbeiten :

Anfang 2. Halbzeit:

-Frankfurt (übrigens war bei denen heute Mal-Stunde, den Gesichtern zu urteilen) zündet 4 Rauchbomben, 1 davon fliegt in den Bereich neben dem Gästeblock auf der Gegengerade, wo im unteren Bereich an der Ecke BFC, FCM & BTSV Hools standen.

-Kurz darauf fliegt auch ein Böller auf die Gegengerade, verfehlte jedoch den anvisierten Bereich & traf die oberen Sitzreihen, wo die Normalos saßen..

-Stadionsprecher & Heimfans reagierten entsprechend empört

-Im Block U (Magdeburg) vermummen sich ca. 20-30 Personen und versuchen den Rasen zu stürmen.

-Polizei treibt die Leute mit Pfeffer zurück

-Situation beruhigt sich langsam. Kleinere Handgemenge am Gästezaun mit der Polizei. (ultras.ws)

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Zum schlechten Schluss ließen sich die Frankfurter Spieler doch tatsächlich vor der eigenen Fankurve feiern und zelebrierten mit den mitgereisten Eintracht-Anhängern die Welle. Das war eine grenzwertige Aktion. Zum einen, weil ein Teil der 2300 Eintracht-Fans sich mal wieder ordentlich daneben benommen und mit dem gefährlichen und scharf zu verurteilenden Abschießen von Leuchtraketen in einen Zuschauerblock für eine elfminütige Spielunterbrechung gesorgt hatte. Und zum anderen, weil man nach dieser Nicht-Leistung von Magdeburg vielleicht auch etwas bescheidener jubeln könnte. Das ist vielleicht Geschmackssache, doch selbst der wieder einmal alle überragende Torhüter Lukas Hradecky schüttelte Minuten später noch entgeistert den Kopf: „Ich kann mich nicht mal richtig freuen. Wenn wir so spielen, kriegen wir gegen Schalke vier Stück.“ Wenn’s reicht. (fr-online.de)

Ostderby Union vs. Dynamo – Nachlese und Vorschau

Dynamo Dresden war gestern Abend zum Ostderby bei Union Berlin

Und das Spiel wird sicherlich in Erinnerung bleiben. Nicht weil es auf dem Rasen ordentlich zur Sache ging und am Ende insgesamt vier Tore auf dem Zähler standen – nein auch auf den Rängen war es ein echtes Ostderby mit Choreos, Pyro und lautstarkem Support. So findet man zum Beispiel auf Meyview gesammelt ein paar markige Sprüche aus den sozialen Netzwerken.

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“Es gibt Leute, die keine Ahnung davon haben, dass sie keine Ahnung haben“ (Willy Meurer).

More true words –

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(Screenshots Twitter: O.M)

Am kommenden Wochenende gibt es dann ein weiteres Ostderby im DFB-Pokal, welches den Namen sicherlich so nicht verdient hat. Dann nämlich sind die „Roten Bullen“ zu Gast an der Elbe. Ein eingetragener Verein ohne wirkliche Gemeinnützigkeit mit Fremdbestimmung aus einem Brauseimperium in Österreich, der sicherlich mehr das Prädikat exclusiver  Club verdient hätte. Und so etwas kommt erfahrungsgemäß außerhalb von Leipzig nicht sonderlich gut an.

BVB Fans wollen Spiel bei Red Bull Leipzig boykottieren

Leerer Gästeblock bei RB Leipzig auch in der Bundesliga?

Es ist wohl kein Fußballverein in Deutschland so unbeliebt bei den aktiven Fans wie der Leipziger Retorten-verein. Mit dem Geld von Milliardär D. Mateschitz schaffte der Verein zwar den Sprung in die 1. Bundesliga, doch dafür erntet man bekanntlich hierzulande außer jeder Menge Spot und Hohn nicht viel. Nun wollen die BVB Fans da in der 1. Bundesliga anfangen, wo andere Anhänger der Clubs von der fünften bis in die zweite Liga aufgehört haben – nämlich Boykott der Auswärtsspiele in Leipzig.

(…) BVB Fans boykottieren Spiel bei Red Bull Leipzig: So trafen sich in dieser Woche über 40 Dortmunder Fangruppierungen und entschieden, die Partie beim von Red Bull unterstützten Klub zu boykottieren. Es soll vielmehr einen Aufruf geben, an diesem Tag zusammen das Heimspiel der Dortmunder Amateure in der Regionalliga West gegen den Wuppertaler SV zu verfolgen, welches viereinhalb Stunden vor Anpfiff der Begegnung in Leipzig stattfindet (…) [stadionfans.de]

Red Bull Car

So werden nun lediglich die ostdeutschen Fans der Dortmunder Borussia, welche meist die Spiele nur vor der heimischen TV-Glotze konsumieren, wahrscheinlich live dabei sein.  Und da sie ohnehin nach Lust und Laune gerne mal BVB, Bayern München oder Red Bull Trikots tragen und Fans von allen erfolgreichen Spitzenvereinen sind, werden sie trotzdem ihren Spaß in ihrer steuerfinanzierten Sitzplatzarene haben. Immerhin gehört man ja nun als Leipziger dazu. Ist das nicht wirklich toll? Und an das alleine feiern hat man sich doch längst gewöhnt.

Facebook: Löschung von Ultras & Hooligans

Facebook Zensur schreitet weiter voran

Auch Webseiten auf Facebook zum Thema Ultras und Hooligans stehen immer mehr im Fiskus der Zensurwächter. So wurde jetzt die größte U&H-Seite im sozialen Netzwerk mit über 133.000 Likes abgeschaltet. Über die genauen Hintergründe ist uns allerdings bisher noch nichts bekannt. Fakt ist allerdings – Arvato von Bertelsmann sucht im Auftrag der Regierung nach kritischen Artikeln und Kommentaren und löscht diese auch nach eigenem Ermessen.

Wer oder was ist Arvato? Das sagt Wiki:

(…) Mit dem Social Media Monitoring bietet Arvato online services Unternehmen an, die Kommunikation in relevanten Foren, Blogs und Communities zu beobachten und über eine Beeinflussung zu beraten. Zitat: „arvato online services, Full-Service-Dienstleister für Online-Marketing und Loyalty-Services, hat sein Portfolio um Social Media Monitoring erweitert. Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, relevante Foren, Blogs und Communities zu beobachten und die Darstellung des eigenen Portfolios und Images im Netz zu überwachen. Im Januar 2016 gab Facebook bekannt, dass Arvato die Facebookseiten auf Hasskommentare durchsuchen soll. Diese sollen von einem 100köpfigen Adminteam überprüft und bewertet werden und gegebenenfalls gelöscht werden. Die Initiative geht auf eine Anregung von Bundesjustizminister Heiko Maas zurück, der sich für mehr Engagement in den sozialen Netzwerken ausgesprochen hat, um gegen sogenannte Hasskommentare vorzugehen (…)

Insgesamt wird dieses Vorgehen hierzulande sehr kritisch und als großer Einschnitt in die Meinungsfreiheit gesehen. Mittelfristig werden solche Aktionen dem Netzwerk Facebook hierzulande zehntausende User und unserer Regierung sicherlich das letzte Vertrauen kosten. Dass es sich wahrscheinlich um einen politischen Hintergrund der Löschung handeln könnte, verrät der nachfolgende Post:

So werden Hooligans meist dem rechtem, Ultras jedoch mehr dem linken Spektrum zugeordnet – letztere Subkultur jedoch nicht zwingend. Es gibt auch rechte bzw. politisch-neutrale Gruppierungen in der Ultrasszene. Die nun entfernte Webseite U&H (Ultras & Hooligans) stand unseres Wissens politisch eher rechts. Nach der Löschung gibt es aber bereits wieder eine neue FB-Homepage der alten Betreiber. Und innerhalb kürzester Zeit hat die neue Facebookseite bereits schon wieder über 7000 Likes generieren können. Allerdings nicht zu vergleichen mit der enormen Reichweite vorher.

Portugal holt den EM Titel

Erstmals in der Geschichte wird Portugal Europameister

Und das obwohl man nicht nur „auswärts“ beim Gastgeber Frankreich, nein auch noch ohne CR7 (C. Ronaldo) und gegen einen sichtlich parteiischen Schiedsrichter antreten musste. Denn dieser lies die Franzosen im Stile von „Kreisliga-Holzhackerfußball“ ohne Konsequenzen gewähren. Sei es drum, auch wenn es die politische Situation in Frankreich unbedingt benötigt hätte –  Portugal holt sich den EM-Titel.

Hooligan EM ein Rückblick:

Zuvor hatten sich auf der Fanmeile am Pariser Eiffelturm wieder einmal chaotische Szenen abgespielt. Die Polizei musste Reizgas einsetzen, um Hooligans vom unerlaubten Betreten des mit 92.000 Fans völlig überfüllten Bereichs zu hindern. Insgesamt wurden mindestens 40 Menschen festgenommen. Schon nach dem Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich hatte es am Rande der Siegesfeiern auf den Pariser Champs-Élysées gewalttätige Ausschreitungen gegeben. Dabei wurden Polizisten mit Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen.

Überhaupt wird diese Europameisterschaft 2016 als Hooligan-EM in die Geschichtsbücher eingehen. Statt der befürchteten Terroranschläge (nur 3 Tote) gab es jede Menge Krawalle mit halb tot-geprügelten Anhängern. Sogar einen so genannten Blocksturm von Russenhools konnte man live im Stadion erleben. So etwas hat es wohl das letzte Mal in den neunziger Jahren hierzulande gegeben. Frankreichs Probleme wurden offensichtlich und auch die Zukunft sieht für unser Nachbarland bzw. ganz Europa alles Andere als rosig aus.

Und da war doch noch was – kein deutscher Politiker lies sich bei der „Die Mannschaft“ im Stadion blicken. Zu groß war die Angst vor kritischen Schlachtrufen und lautstarken Buh-Rufen. „Ausmerkeln“ lautete die Devise auch bei diesem Event für die deutsche Politik…

 

EM 2016: Deutschland raus im Halbinale

Frankreich wirft Deutschland aus dem Turnier

Mit einem 2:0-Sieg gegen Deutschland zieht Frankreich gegen Portugal ins Finale der Fußballeuropameisterschaft 2016 ein. Was am Ende bleibt, ist der amtierende Weltmeistertitel und die nüchterne Erkenntnis, dass wir zumindest auch das beste Handballteam bei diesem Turnier gestellt haben.

So heißt es ab heute wieder: DFB-Fasching beenden – National-Perücken, Fähnchen und nervenden Tröten wieder wegpacken.  Und schon Ende des Monats starten dann wieder die ersten nationalen Wettbewerbe.

Public viewing in Berlin

Auch kein Besuch von Merkel oder Gauck im Stadion, so wie bereits erwartet…

(…) Wir gehen allerdings davon aus, dass unsere Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Gauck auf einen Besuch verzichten werden. Zu groß ist die Angst vor kritischen Sprechchören besorgter Fans vor einem Millionenpublikum im öffentlich-rechtlichen Staats-TV (…) [ostfussball.com]

Fazit: Hooligans, Terror und die angespannte politische Situation haben das europäische Event lange Zeit weitgehend in Atem gehalten. Geholfen hat es trotzdem, zumindest für einen Monat die hiesige Bevölkerung weitgehend abzulenken. Nun ist  unsere „Die Mannschaft“ raus und der Alltag zieht wieder in unsere Stuben ein..

Ostfussball (k)ein Mythos